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Gröblingen ist eine Landgemeinde, die zu den Orten Sassenberg und Warendorf im Kreis Warendorf im Münsterland gehört. In Gröblingen wohnen 695 Menschen, davon 583 in Sassenberg, 112 in Warendorf (Stand: 6. Januar 2016).

LageBearbeiten

Gröblingen liegt etwa 2 km südwestlich des Zentrums Sassenbergs. Topographisch lässt sich Gröblingen sehr genau auf der Weltkugel lokalisieren. Der 8. Längengrad östlicher Länge schneidet sich in Gröblingen mit dem 52. Breitengrad nördlicher Breite. Die Kreisstraße 51 bietet Anschluss an die "Pferdestadt" Warendorf und das Spargeldorf Füchtorf.

GeschichteBearbeiten

Besonderes Merkmal in Gröblingen ist eine alte kleine Kapelle, die im Jahr 1688[1] als eine Muttergotteskapelle errichtet wurde. Es handelt sich um ein Gebäude aus dem Barock mit einem neuromanischen Anbau von 1904. Gestiftet wurde sie von dem Leinenhändler und Bürgermeister von Warendorf Heinrich Kleine (1630–1700), der in erster Ehe mit Getrudis Zurstrassen aus Warendorf verheiratet war. Das Wappen der Familie Zurstrassen befindet sich im Kirchenfenster der Kapelle von 1688 (ht. Sakristei) des Kirchenbaus von 1904. Auch die neuere Kirche hat ein Rosettenfenster mit der Wappen der Zurstrassens über dem Eingang. Dieses ist heraldisch erweitert durch das Wappen des belgischen Barons Louis Zurstrassen (1892–1971), der vom belgischen König Baudouin 1955 in den erblichen Adelstand erhoben wurde. Er stiftete das Fenster nach seiner großzügigen Renovierung der Kirche 1954/55.

Am 24. Juni 1969 bekam Sassenberg das Recht, die Gemeinde Gröblingen in das Stadtgebiet aufzunehmen.[2][3]

GemeindelebenBearbeiten

Einen festen Platz in Gröblingen haben die Organisationen Schützengemeinde St. Hubertus Velsen-Gröblingen inklusive der Ehrengarde St. Hubertus[4], deren "stimmungsvolle"[5] Schützenfeste weitläufig bekannt sind. Hierzu gehören unter anderem ein Unterhaltungsprogramm für Kinder wie eine Zauberer-Vorführung und Konzerte der hospitierenden Blasorchester.

Die katholische Landjugendbewegung Velsen-Gröblingen ist eine etablierte Größe im Jugendleben der Landgemeinde. Gewöhnlich wird unter anderem ein Kart Race oder ein Public Viewing zu Fußballturnieren angeboten. In Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde firmen die Jugendlichen den christlichen Glauben.

MandatsträgerBearbeiten

Alfons Westhoff vertritt die Interessen Gröblingens im Rat der Stadt Sassenberg, im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Sassenberg, im Infrastrukturausschuss, im Betriebsausschuss für das Wasserwerk und das Abwasserwerk sowie im Sozial-, Jugend-, Kultur-, Sport- und Schulausschuss Sassenbergs.[6]

DenkmalBearbeiten

An die Toten und Vermissten des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 sowie des Zweiten Weltkriegs vom 1. September 1939 bis Mai 1945 erinnert ein Denkmal in der Nähe der Marienkapelle.

UnterkunftBearbeiten

Das Gewerbe "Pension & Cafe zum Butterpatt" bietet in direkter Lage zum Schützenplatz eine Unterkunft.

ParklandschaftBearbeiten

Zu ausgiebigen Spaziergängen lädt die Gröblinger Parklandschaft ein. Die Hessel durchquert die Landschaft in Ost-West-Richtung.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.wegebilder-warendorf.de/wegebild/kapelle-gr%C3%B6blingen, abgerufen am 16. April 2016.
  2. https://www.sassenberg.de/fileadmin/dokumente/Tourismus/Geschichte_Sbg.pdf, abgerufen am 16. April 2016.
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 97.
  4. http://www.schuetzenbruderschaft-gv.de, abgerufen am 16. April 2016.
  5. http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Sassenberg/2021903-Schuetzenfest-in-Groeblingen-Weiss-bringt-Vogel-zweimal-zur-Strecke, abgerufen am 16. April 2016.
  6. https://www.sassenberg.de/sessionnet/bi/kp0050.php?__kpenr=62, abgerufen am 16. April 2016.

Koordinaten: 52° 0′ N, 8° 0′ O