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Gouvernement Neukastilien

historischer Staat
Aufteilung Südamerikas durch Karl V. zwischen 1534 und 1542

Das Gouvernement Neukastilien (spanisch Gobernación de Nueva Castilla) war eine spanische Kolonie in Südamerika. Das zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend unbekannte Gebiet im heutigen Peru und Ecuador wurde 1529 dem Conquistador Francisco Pizarro zugesprochen. 1534 wurde südlich das Gouvernement Neutoledo (Nueva Toledo) als zukünftige Statthalterschaft seines Partners Diego de Almagro abgegrenzt. 1542 gingen beide Gebiete im neu gegründeten Vizekönigreich Peru auf.

GeschichteBearbeiten

Pizarro und Almagro hatten ab 1524 in zwei Expeditionen die Nordwestküste Südamerikas erkundet und Kunde vom Inkareich erhalten, das von den Spaniern Peru genannt wurde. 1528 reiste Pizarro nach Spanien und erhielt am 25. Juli 1529 in der Capitulación de Toledo die königliche Erlaubnis für die Kolonisierung. Pizarro und Almagro gelang es 1532–1534 tatsächlich, das Inkareich weitgehend zu erobern.

Hauptstadt des Gebiets wurde 1534 zunächst Jauja, ab 1535 dann die neu gegründete Stadt Ciudad de los Reyes (Lima).

Pizarros gleichberechtigter Partner Almagro fühlte sich in seinen Ansprüchen übergangen und erreichte, dass ihm der König 1534 ein eigenes Gouvernement „Neutoledo“ zusprach. Allerdings gab es Unstimmigkeiten um die Grenzziehung, insbesondere um die Frage, zu wessen Herrschaftsbereich die Inkahauptstadt Cusco gehörte. Dieser Konflikt führe zum gewaltsamen Tod von Almagro (1538) und Pizarro (1541). Daraufhin übernahm die spanische Krone die Verwaltung und etablierte am 20. November 1542 das Vizekönigreich Peru.

Siehe auchBearbeiten