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Friedrich Gottfried Schlegtendal (* 9. Januar 1807 in Duisburg; † 16. Juni 1878 ebenda) war ein deutscher Jurist und Politiker. Er war von 1851 bis 1863 Bürgermeister der Stadt Duisburg.

LebenBearbeiten

Friedrich Gottfried Schlegtendal entstammt der alteingesessenen und einflussreichen Familie Schlegtendal aus Duisburg-Duissern.[1] Er war ein Sohn von Peter Adrian Gottfried Schlegtendal und dessen Ehefrau Susanne (geb. Schoeller). Er hatte mehrere Geschwister. Schlegtendal heiratete 1837 Luise Schombart. Die beiden hatten keine Kinder.

Schlegtendal war ebenso wie sein Vater und Großvater zuvor Jurist. 1939 wurde Schlegtendal, der zuvor Gerichtsassessor in Duisburg war, zum Justiz-Kommissarius beim Land- und Stadtgericht zu Duisburg ernannt.[2] 1847 wurde Schlegtendal zusätzlich zum Notar im Gebiet des Oberlandesgericht Hamm bestellt.[3]

Von 1851 bis 1863 war Gottfried Schlegtendal Bürgermeister der Stadt Duisburg. Erst seit dem 24. Juli 1876 hat Duisburg einen Oberbürgermeister. Während Schlegtendals Amtszeit begann mit Gründung der Niederrheinischen Hütte im Jahr 1851 die Blüte der Eisen- und Stahlindustrie in Duisburg. In kurzen Zeitabständen folgten darauf die Gründung weiterer Hütten und ab 1855 die ersten Bergbauschächte.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zeitzeugenbörse Duisburg e.V.: Duisburg-Duissern, Erfurt 2012, S. 11.
  2. Justizministerium Preußen: Justiz-Ministerialblatt für die preußische Gesetzgebung und Rechtspflege (Band 1), Berlin 1839, S. 10.
  3. Justizministerium Preußen: Justiz-Ministerialblatt für die preußische Gesetzgebung und Rechtspflege (Band 9), Berlin 1847, S. 278.