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Sören Link

deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Duisburg
Sören Link (2016)

Sören Link (* 28. Juni 1976 in Duisburg-Hamborn) ist ein deutscher Politiker der SPD und seit 2012 Oberbürgermeister von Duisburg.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Studium (1976 bis 1998)Bearbeiten

Sören Link machte sein Abitur 1995 am Kopernikus-Gymnasium im Duisburger Stadtteil Walsum. Nach seinem Grundwehrdienst studierte Link ab 1996 Politikwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen. Das Politikstudium brach Sören Link 1998 ohne Abschluss ab.[1]

SPD-Politiker seit 1993Bearbeiten

Link trat 1993 als 17-jähriger Gymnasiast in die SPD ein und war langjähriger Vorsitzender der Jusos in Duisburg.[2] Er gehört dem Vorstand des SPD-Unterbezirks Duisburg an.

Beamter in Düsseldorf (1998 bis 2005)Bearbeiten

Von 1998 bis 2001 absolvierte Link eine Ausbildung bei der Bezirksregierung Düsseldorf, die er 2001 als Diplom-Verwaltungswirt (FH) abschloss. Dort war er für Personalangelegenheiten von Lehrkräften an Gesamtschulen zuständig.

Seit dem 1. Juni 2005 ist Sören Link als Beamter im gehobenen Dienst bei der Bezirksregierung Düsseldorf beurlaubt.

SPD-Landtagsabgeordneter (2005 bis 2012)Bearbeiten

Sören Link war von 2005 bis 2012 Abgeordneter im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Er war ordentliches Mitglied im Schulausschuss, im Innenausschuss sowie im Haupt- und Medienausschuss. Seit 2010 war Link schulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Als stellvertretendes Mitglied gehörte er den Ausschüssen für Familie, Kinder und Jugend, für Kommunalpolitik sowie für Wirtschaft, Mittelstand und Energie an. Der Wahlkreis von Link hatte bei der Landtagswahl 2010 eine Wahlbeteiligung von 48,5 %; Link erhielt 53,2 % der Erststimmen.[3][4]

Oberbürgermeister von Duisburg (2012 bis heute)Bearbeiten

Oberbürgermeisterwahl 2012Bearbeiten

Nach dem Bürgerentscheid über die Abwahl des Oberbürgermeisters der Stadt Duisburg wurde von der SPD Duisburg am 13. März 2012 die Kandidatur Links für das Amt des Oberbürgermeisters bekannt gegeben. Bei der Wahl am 17. Juni 2012 erhielt er 48,3 % der Stimmen und kam damit vor seinen CDU-Kontrahenten Benno Lensdorf, der 21,12 % erzielte. Er verfehlte jedoch die absolute Mehrheit und trat am 1. Juli 2012 zur Stichwahl an,[5] die er mit 71,96 % der Stimmen gewann (Wahlbeteiligung 25,75 %).[6]

Oberbürgermeisterwahl 2017Bearbeiten

Am 24. September 2017 wurde Link mit 56,88 % bereits im ersten Wahlgang gegen den CDU-Kandidaten Gerhard Meyer wieder gewählt.[7]

KontroversesBearbeiten

Nach einem umstrittenen Polizeieinsatz im türkischstämmigen Milieu auf der Reinerstraße in Duisburg-Bruckhausen hatte sich Link deutlich hinter das Vorgehen der Duisburger-Polizei gestellt.[8] Sören Link kommentierte den Polizeieinsatz mit den Worten: „dass größere Menschengruppen Einsatzkräfte, sei es Polizei, Ordnungsamt oder Feuerwehr, behindern, kann ein Rechtsstaat nicht akzeptieren, Asozial bleibt asozial – egal, aus welchem Land jemand stammt“, hatte der Duisburger Oberbürgermeister unmittelbar nach dem Vorfall geäußert. Die türkische Gemeinde in Duisburg fordert eine Entschuldigung von Sören Link. Eine Sprecherin des Oberbürgermeisters sagte hierzu, „dass Herr Link sich nicht zu dem Verhalten eines einzelnen geäußert hat und dieses auch nicht bewertet. Seine Äußerungen beziehen sich auf den Tumult, der durch eine große Gruppe von Menschen entstanden ist und den ein Rechtsstaat nicht hinnehmen kann.“[9]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 13. Juli 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/duisburg.de
  2. Sören Link auf der Webseite der NRWSPD
  3. Landtagswahl 2010. (PDF 7,8 MB) Endgültige Ergebgnisse in Nordrhein-Westfalen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: heft 3. Informatition und Technik (IT.NRW), Mai 2010, S. 290–292, archiviert vom Original am 3. April 2014; abgerufen am 17. Juni 2014 (Spitzenposition und Schlusslichter:): „Wahlbeteiligung in den Landtagswahlkreise (LTWK) in NRW. 68. LTWK Essen IV; 69,8 % (Manfred Kuhmichel), 63. LTWK Duisburg IV: 48,5 % (Sören Link) und 62. LTWK Duisburg III: 46,7 % (Ralf Jäger)“   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mik.nrw.de
  4. Landeswahlleiterin des Landes Nordrhein-Westfalen: Landtagswahl 2012. (PDF 17,46 MB) Endgültige Ergebnisse in Nordrhein-Westfalen. In: Heft 3 (Bestell-Nr. B793 2012 51). Informatition und Technik (IT.NRW), Juni 2012, S. 296–298, abgerufen am 2. Juli 2014: „Spitzenposition und Schlusslichter: Wahlbeteiligung in den Landtagswahlkreisen 2012 (LTWK) in NRW. 68. LTWK Essen IV: 69,7% (Peter Weckmann), 75. LTWK Gelsenkirchen II: 50,0% (Markus Töns ), 63. LTWK Duisburg IV: 46,8% (Sören Link) und 62. LTWK Duisburg III: 45,5% (Ralf Jäger) – weitere Ergebnisse zur Landtagswahl NRW 2012“
  5. SPD-Kandidat geht in Stichwahl gegen CDU-Gegner. In: Der Spiegel vom 17. Juni 2012, abgerufen am 22. Juli 2012.
  6. SPD-Kandidat wird Oberbürgermeister: Sören Link ist gewählt. In: WDR vom 2. Juli 2012, abgerufen am 22. Juli 2012.
  7. Sören Link bleibt Oberbürgermeister von Duisburg, Rheinische Post vom 25. September 2017, abgerufen 25. September 2017
  8. Ulf Lüdeke: Nach hartem Polizeieinsatz: Moschee-Chef kandidiert gegen Duisburgs OB. In: Focus Online. 31. Juli 2017, abgerufen am 14. Oktober 2018.
  9. https://www.waz.de/staedte/duisburg/duisburgs-ob-link-sieht-keinen-grund-fuer-entschuldigung-id211082773.html

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sören Link – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien