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Gottfried Joseph Crüts van Creits (* 1757 (getauft am 11. März) in Maastricht; † 5. April 1815 in St. Pölten) war von 1806 bis 1815 römisch-katholischer Bischof von St. Pölten und von 1803 bis 1815 Apostolischer Feldvikar der österreichischen Heere.

1779 promovierte Crüts zum Doktor beider Rechte und wurde nach seiner Priesterweihe (18. September 1784) von seinem Onkel Johann Heinrich von Kerens, damals Bischof von St. Pölten und apostolischer Feldvikar, als Auditor causarum an das k. k. Feldkonsistorium in Wien berufen und von Joseph II. zum Probst der Titularprobstei Dornau (Ungarn) ernannt. Am 25. Juli 1789 wurde Cruits Generalvikar und Domkapitular der Diözese St. Pölten und nach dem Tod von Bischof Kerens Kapitularvikar. Unter Bischof Sigismund Anton von Hohenwart wurde 1974 er erneut Generalvikar sowie am 28. Juli 1803 (nach der Translation Hohenwarts nach Wien) auch wieder Kapitularvikar und gleichzeitig apostolischer Feldvikar. Am 14. März 1806 wurde er schließlich vom Kaiser Franz II./Franz I. zum Bischof für St. Pölten nominiert und am 5. Oktober in Wien geweiht.

LiteraturBearbeiten

  • Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder 1785/1803 bis 1945. Ein biographisches Lexikon. Duncker & Humblot, Berlin 1983, ISBN 3-428-05447-4.
  • Bielik, Emerich: Geschichte der K.u.K. Militär-Seelsorge und des Apostolischen Feld-Vicariates: über Auftrag Seiner Bischöflichen Gnaden des Hochwürdigsten Herrn Apostolischen Feld-Vicars Dr. Coloman Belopotoczky; Wien 1901