Gottfried Erich Rosenthal

deutscher Meteorologe, Geodät und Instrumentenbauer

Gottfried Erich Rosenthal (* 13. Februar 1745 in Nordhausen; † 26. Mai 1813 ebenda) war ein Pionier der Meteorologie, Messgerätebauer und herzoglich-gothaischer Bergkommissarius.

LebenBearbeiten

Der älteste Sohn eines Nordhäuser Bäckermeisters besuchte das städtische Gymnasium und interessierte sich bereits früh für Mathematik und die exakte Bestimmung von Maßen und Gewichten, zu diesem Thema verfasste er mehrere Merkblätter. Wegen seiner guten geometrischen Kenntnisse betätigte er sich auch als Feldmesser. Mit einem Barometer des Schweizer Erfinders Jean-André Deluc, das er in der Präzision noch deutlich verbessern konnte, begann seine meteorologische Forschungstätigkeit. 1780 erstieg er den Gipfel des Brocken um Experimente durchführen zu können. Er erkannte die Möglichkeiten der barometrischen Höhenmessung und verbesserte so Landkarten und Nivellierpläne ausgewählter Orte.

Als weiteres Thema interessierte er sich für die Bestimmung des Frühlings, hierzu publizierte er zahlreiche Tabellen. Die Anfertigung meteorologischer Geräte wurde zu einer wichtigen Einnahmequelle und verschaffte ihm auch die Bekanntschaft mit Johann Wolfgang von Goethe, dieser nannte Rosenthal scherzhaft den Nordhäuser Wetterpropheten.[1]

EhrungenBearbeiten

  • Ehrenmitgliedschaft der Kurmainzischen Akademie (der Wissenschaften) in Erfurt
  • Titel Herzoglicher Bergkommissarius im Herzogtum Sachsen-Gotha
  • In Nordhausen trug von 1989 bis 1990 die heutige Gottfried-Erich-Rosenthal-Straße den Namen Erich-Peter-Straße.[2][3][4]

LiteraturBearbeiten

  • Josef Tauchmann: Aus der Arbeit der Meteorologen am Südharz In: Meyenburg-Museum (Herausgeber) Beiträge zur Heimatkunde aus Stadt- und Kreis Nordhausen, Heft 10, Nordhausen 1985, S. 90–91

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Briefe 1782 - 1785 von Wolfgang von Goethe., Jazzybee Verlag Jürgen Beck. Altenmünster 2012., Google Books (online) - 18. Oktober 1784, ISBN 9783849616434
  2. Historische Straßennamen in Nordhausen – NordhausenWiki
  3. Rainer Hellberg. Unter Mitwirkung von Dirk Schröter: Straßen in Nordhausen im Wandel der Zeit. Bd. 2. le petit, Nordhausen 2010, ISBN 978-3-9812078-3-5, 644243910 im GVK – Gemeinsamen Verbundkatalog, Verbundkatalog Öffentlicher Bibliotheken 1338843893, S. 255.
  4. Wilfried Strenz: An der Crimderöder Chaussee/Crimderöder Straße/Harzstraße/Hindenburgallee/Walter-Rathenau-Allee/Parkallee : Nordhäuser Straßennamen im 19. und 20. Jahrhundert. In: Beiträge zur Heimatkunde aus Stadt und Kreis Nordhausen. Bd. 20. Nordhausen 1995, ZDB-ID 982697-x, 884679985 im GVK – Gemeinsamen Verbundkatalog, Verbundkatalog Öffentlicher Bibliotheken 1355086671, S. 20.

WeblinksBearbeiten

Wikisource: Gottfried Erich Rosenthal – Quellen und Volltexte