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Gottfried Bombach (* 6. März 1919 in Kamenz; † 4. Juli 2010 in Basel) war ein deutscher Ökonom, der als einer der Pioniere der mathematisch orientierten Wirtschaftstheorie gilt.

LebenBearbeiten

Bombach war bereits am Gymnasium ein in den Naturwissenschaften und Mathematik besonders begabter Schüler. Nach dem Abitur 1937 arbeitete er zwei Jahre in der Handelsgesellschaft seines Vaters, danach folgten Arbeitsdienst, Wehrmacht, eine Kriegsverletzung und Kriegsgefangenschaft. Aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen begann er in Kiel das Studium der Wirtschaftswissenschaften, da sein Vater ihn für die Übernahme des elterlichen Geschäftes vorgesehen hatte und ein naturwissenschaftliches Studium ablehnte. Im Studium lernte er von Erich Schneider die moderne, mathematisch orientierte Wirtschaftstheorie.

Es folgte eine Anstellung bei der OECD in Paris und 1957 die Wahl zum Ordinarius für Nationalökonomie an der Universität Basel.

Seine Arbeiten über Wirtschaftswachstum, Einkommensverteilung, Konjunktur und Beschäftigung machten ihn zu einem Pionier der mathematischen Ökonomie im deutschsprachigen Raum.

Bombach war Mitglied mehrerer wirtschaftlicher Expertenstäbe in der Schweiz und in Deutschland unter Ludwig Erhard.[1]

1960 übernahm Gottfried Bombach den Vorsitz des Wissenschaftlichen Beirates der Prognos AG.

Seine Geburtsstadt Kamenz benannte 2016 eine Straße im Gewerbegebiet am Ochsenberg nach ihm.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gerold Blümle: Der Naturwissenschaftler als Ökonom. In: Süddeutsche Zeitung, 6. März 2009, S. 20
  2. Sächsische Zeitung online (abgerufen am 17. Januar 2016)