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Goethe-Gymnasium Karlsruhe

neusprachliches und naturwissenschaftliches Gymnasium in Karlsruhe

Das Goethe-Gymnasium Karlsruhe ist ein neusprachliches und naturwissenschaftliches Gymnasium, benannt nach Johann Wolfgang von Goethe. Der englisch-bilinguale Zug ist ein Alleinstellungsmerkmal für das Gymnasium in Karlsruhe.

Goethe-Gymnasium Karlsruhe
Goethe-Gymnasium Karlsruhe.jpg
Schulform Gymnasium
Gründung 1908
Adresse

Renckstraße 2

Ort Karlsruhe
Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 0′ 12″ N, 8° 23′ 46″ OKoordinaten: 49° 0′ 12″ N, 8° 23′ 46″ O
Träger Stadt Karlsruhe
Schüler 862
Lehrkräfte etwa 80
Leitung Albrecht Aichelin
Website www.goethe-gymnasium-karlsruhe.de

Inhaltsverzeichnis

Schulprofil und Schulleben heuteBearbeiten

Am Goethe-Gymnasium wird Englisch ab der fünften Klasse unterrichtet. Französisch oder Latein werden nun seit 2017 auch in der fünften Klasse unterrichtet. Ab der siebenten Klasse wird ein englisch-bilinguales Profil angeboten. In der achten Klasse haben die Schüler die Wahl zwischen dem sprachlichen Zug, wobei Italienisch als dritte Fremdsprache im Hauptfach unterrichtet wird und dem naturwissenschaftlichen Zug, bei dem das Hauptfach Naturwissenschaft und Technik (NWT) verpflichtend ist.

Durch die bilinguale Ausrichtung des Gymnasiums haben die Schüler in der fünften und sechsten Klasse einen verstärkten Englischunterricht. In der zwölften Klasse besteht die Möglichkeit das Cambridge Certificate of Advanced English zu erlangen.

Das Goethe-Gymnasium besitzt eine eigene Big-Band, ein Orchester und zwei Chöre, die in und auch außerhalb der Schule (z. B. Weihnachtskonzert in der Stadtkirche Karlsruhe) auftreten. Eine deutsche Theater-AG rundet das kulturelle Angebot ab.

GeschichteBearbeiten

Gründungsphase bis Ende Zweiter Weltkrieg (1908–1945)Bearbeiten

Im Jahr 1908 wurde die „Goethe-Schule“ als ein Realgymnasium gegründet. Der erste Schulleiter war Peter Treutlein. Der Unterrichtsbetrieb in dem für eine Million Mark errichteten Prachtbau begann mit 417 Schülern und 16 etatmäßigen Lehrern. Im Ersten Weltkrieg wurde die Goetheschule zeitweise als Kaserne genutzt, der Unterrichtsbetrieb wurde ausgelagert.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Schule von Karl Ott geleitet und nachhaltig geprägt. In dieser Zeit erlangte die „Goethe-Schule“ einen ansehnlichen Ruf als sprachlich-naturwissenschaftliches Gymnasium.

Nach der Machtergreifung wurde Ott zunächst faktisch, dann 1934 tatsächlich abgelöst und durch den überzeugten Nationalsozialisten Oeß ersetzt, der die Schule gleichschaltete. Wie während des Ersten Weltkriegs diente das Schulgebäude als Unterkunft für verschiedene Organisationen. Am 26./27. September und 4. Dezember 1944 erlitt das Gebäude unter den Luftangriffen schwere Schäden.

Neuanfang und Jahre der Veränderung (ab 1945)Bearbeiten

Aufgrund der Zerstörung des Gebäudes im Zweiten Weltkrieg musste der Unterricht in verschiedene andere Gebäude ausgelagert werden. Auch in den Privatwohnungen der Lehrer wurde Unterricht erteilt. Ab Ende 1947 wurde das Schulgebäude wieder aufgebaut und 1950 konnte die Wiedereröffnung gefeiert werden. Von der Wiedereröffnung an hieß die Schule „Goethe-Gymnasium“. In Anbetracht der Tradition wurden zwei Züge unterrichtet: im neusprachlichen Zug wurde Latein als erste Fremdsprache unterrichtet, daneben bestand der mathematisch-naturwissenschaftliche Zug mit dem Schwerpunkt auf den modernen Fremdsprachen und Mathematik.

In dieser Zeit, in der die Schule Auslandskontakte mit Schulen in den USA, in Italien, Frankreich sowie Finnland knüpfte, waren Dolland (1945–1951) und Eisele (1951–1961) die Schulleiter der Schule.

Seit 1971 wird am Goethe-Gymnasium Französisch als erste Fremdsprache angeboten. Die nächste große Veränderung betraf die Schulform: Bis 1971 war die Goethe-Schule eine reine Jungenschule. Die Jungenschule wurde aufgegeben und die Koedukation eingeführt. Ab 1977 existiert das Oberstufen-Kurssystem ebenfalls am Goethe-Gymnasium. Da in den achtziger Jahren die Schülerzahlen zu sinken begannen, kooperierte das Goethe-Gymnasium seitdem mit dem benachbarten Fichte-Gymnasium Karlsruhe. Dadurch konnte bis heute das Kursangebot der Schulen vielfältig gehalten werden. Dieser Umbruch fand vor allem in den Amtszeiten der Schulleiter Steinbacher (1961–1976) und Mangler (1976–1993) statt.

Feiern zum hundertjährigen BestehenBearbeiten

2008 wurde das hundertjährige Bestehen der Schule gefeiert. Dazu wurde bereits 2006 eine Geschichts-AG gegründet. Aus offiziellen und privaten Archiven wurde eine Festschrift zusammengestellt und eine Ausstellung konzipiert. Höhepunkt war ein Festakt am 23. Februar 2008.

WeblinksBearbeiten