Global 2000

österreichische Umweltschutzorganisation
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GLOBAL 2000 ist eine österreichische Umweltschutzorganisation. Sie wurde 1982 in Wien gegründet und besteht mittlerweile aus den Vereinen GLOBAL 2000 Umweltschutzorganisation sowie GLOBAL 2000 Umweltforschungsinstitut (UFI)[1] (1991 gegründet).[2] Die Organisation erhebt den Anspruch, unabhängig und kritisch für eine grüne, nachhaltige und gesunde Umwelt zu arbeiten. Sie ist seit 1998 Mitglied im weltweiten Umweltschutznetzwerk Friends of the Earth und damit eine Schwesterorganisation von BUND (Deutschland) und Pro Natura (Schweiz). Laut eigener Homepage arbeitet hier „ein junges Team“ hauptberuflich für die Vereinszwecke; es werde dabei unterstützt „von AktivistInnen und freiwilligen MitarbeiterInnen in ganz Österreich“.[2]

Global 2000
Logo
Gründung 1982
Sitz Wien (Koordinaten: 48° 12′ 19,4″ N, 16° 21′ 3,1″ O)
Website www.global2000.at
25. April 2011: 25 Jahre Atomkatastrophe von Tschernobyl

Aufgaben, ZieleBearbeiten

Die Kampagnen-Schwerpunkte der Organisation liegen derzeit in den Bereichen Kernenergie, Energie, Gentechnik, Globale Erwärmung, Pestizide, Tropischer Regenwald, Verkehr und in der Erarbeitung von nachhaltigen, zukunftsfähigen Konzepten in diesen Bereichen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Projekt Tschernobylkinder, in dessen Rahmen Hilfstransporte organisiert und Gesundheits- und Sozialeinrichtungen in der Ukraine unterstützt, aber auch Erholungsaufenthalte für die Kinder durchgeführt werden.[3]

NameBearbeiten

Der Name der Organisation geht auf die bekannte Studie Global 2000 von 1981 zurück, in der durch die Regierung der USA globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme dargestellt wurden. Die Studie wurde alleine in Deutschland trotz des gewaltigen Umfangs von über 1500 Seiten über 500.000 mal verkauft. Sie hatte eine große Bedeutung beim Entstehen der modernen Umweltschutzbewegung.

Foto QuestBearbeiten

Zusammen mit dem Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) wird über "FotoQuest", eine Mobile App für den Umwelt- und Klimaschutz, versucht die Allgemeinheit bei der Dokumentation der Beschaffenheit der Bodenvegetation einzubinden,[4] um auf Grundlage der dadurch erhobenen Daten weitere Erkenntnisse zum Umwelt- und Klimaschutz zu gewinnen.

UmweltpraktikumBearbeiten

GLOBAL 2000 ermöglicht jungen Menschen ein Praktikum, das einen Blick in das Wesen von NGOs ermöglicht. Dieses Praktikum wurde im Jahr 2011 auch von der österreichischen UNESCO-Kommission ausgezeichnet.[5]

AuszeichnungenBearbeiten

GLOBAL 2000 verlieh im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 monatlich von September bis November an österreichische Klimawandelleugner und -bremser einen Negativpreis. Den ersten Preis erhielt die FPÖ-Umweltsprecherin Susanne Winter, die den Klimawandel als ein „einziges mediales Lügengebäude“ bezeichnet.[6] Danach erhielt diesen Preis Christoph Leitl mit seiner Aussage:

„Etwas zu fordern, das schlicht nicht machbar ist, und die Industrie aus Europa zu vertreiben in andere Länder, wo die Anforderungen noch viel geringer sind - das bringt's ja nicht.“

Christoph Leitl

SpendengütesiegelBearbeiten

GLOBAL 2000 führt sowohl als Umweltschutzorganisation als auch als Umweltforschungsinstitut seit 30. September 2002 das Österreichische Spendengütesiegel.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. global2000.at/global-2000-umweltforschungsinstitut
  2. a b global2000.at/verein
  3. GLOBAL 2000: Wie das Projekt Tschernobyl-Kinder begann. (Nicht mehr online verfügbar.) 24. November 2010, archiviert vom Original am 7. August 2011; abgerufen am 4. Dezember 2011.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.global2000.at
  4. FotoQuest - neue App für den Umwelt- und Klimaschutz, Webseite von Global 2000.
  5. GLOBAL 2000-Umweltkulturpraktikum durch Österreichische UNESCO-Kommission ausgezeichnet vom 29. November 2011, abgerufen am 1. Oktober 2015.
  6. Erster „Black Globe Award“ an FPÖ-Umweltsprecherin Winter in der Tiroler Tageszeitung vom 1. September 2015, abgerufen am 1. Oktober 2015.