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Glas 1300 GT und Glas 1700 GT sind Sportcoupés und Cabriolets der Hans Glas GmbH in Dingolfing. Der Glas 1300 GT Coupé wurde im September 1963 auf der IAA vorgestellt. Ab 1967 wurde der BMW 1600 GT von BMW mit der gleichen Coupékarosserie, aber einem Motor aus eigener Fertigung bis 1968 weitergebaut.

Glas
Glas 1300 GT Cabriolet
Glas 1300 GT Cabriolet
GT
Produktionszeitraum: 1964–1968
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,7 Liter
(55–77 kW)[1]
Länge: 4050[1] mm
Breite: 1550[1] mm
Höhe: 1280–1350[1] mm
Radstand: 2320[1] mm
Leergewicht: 900–970[1] kg
Glas 1700 GT (1965)
Heckansicht Glas 1700 GT
BMW 1600 GT – Ansicht von vorn
BMW 1600 GT (1967) – Ansicht von hinten
modifizierter BMW 1600 GT

Glas 1300 GTBearbeiten

Im März 1964 begann die Auslieferung der Serienwagen. Die Karosserie wurde bei Frua in Moncalieri entworfen und anschließend bei Maggiora hergestellt. In Dingolfing wurden die Rohkarossen ausgestattet. Der auf 1290 cm³ aufgebohrte Motor – wie beim Typ S 1004 mit obenliegender Nockenwelle und Zahnriemen – entwickelte 55 kW (75 PS). Damit erreichten das Coupé und das vier Monate später lieferbare Cabriolet 170 km/h.

Im September 1965 wurde die Motorleistung auf 62,5 kW (85 PS) erhöht; die Höchstgeschwindigkeit betrug 175 km/h.

Glas 1700 GTBearbeiten

Ab September 1965 wurden Coupé und Cabriolet auch mit dem 1,7-Liter-Motor des Glas 1700 angeboten. Er leistete 74 kW (100 PS) und sorgte für 185 km/h Höchstgeschwindigkeit. Weil der Glas-1700-Motor als Langhuber höher baut, wurde die Hutze in der Motorhaube erforderlich (vorher gab es nur zwei Zierleisten auf der Haube). Die Haube mit Hutze wurde dann für alle Ausführungen verwendet. Außerdem wurde der Glas 1700 GT offiziell von Glas in die Vereinigten Staaten exportiert, weil man den dortigen Markt erschließen wollte.

BMW 1600 GTBearbeiten

Mit der Übernahme durch BMW wurde das GT-Modell ab September 1967 mit BMW-Technik ausgestattet. Zum Einsatz kamen der vom BMW 1600 TI bekannte Motor mit 77 kW (105 PS) und die Schräglenker-Hinterachse mit Schraubenfedern statt der ursprünglichen Starrachse mit Blattfedern. Die Karosserie des Glas GT wurde um einen eingepassten Kühlergrill (BMW-Niere) erweitert und die Rückleuchten (rund, aus der 02-Baureihe) von BMW geändert. Mit dieser Technik wurde allerdings nur noch das Coupé bis August 1968 weitergebaut. Das Auto kostete im Januar 1968 15.850 DM.[2]

ModellübersichtBearbeiten

Technische DatenBearbeiten

Typ Bauzeitraum Hubraum Leistung Vmax Gewicht Beschleunigung Verbrauch
Glas 1300 GT Coupé 03/1964–08/1965 1290 cm³ 55 kW (75 PS) 170 km/h 830 kg 13 s (0–100 km/h) 10,5 l/100 km
Glas 1300 GT Cabrio 07/1964–08/1965 1290 cm³ 55 kW (75 PS) 170 km/h 830 kg 13 s (0–100 km/h) 10,5 l/100 km
Glas 1300 GT Coupé 09/1965–08/1967 1290 cm³ 62,5 kW (85 PS) 175 km/h 900 kg 12,5 s (0–100 km/h) 10,5 l/100 km
Glas 1300 GT Cabrio 09/1965–08/1967 1290 cm³ 62,5 kW (85 PS) 175 km/h 900 kg 12,5 s (0–100 km/h) 10,5 l/100 km
Glas 1700 GT Coupé 09/1965–12/1967 1682 cm³ 74 kW (100 PS) 185 km/h 920 kg 11,5 s (0–100 km/h) 12 l/100 km
Glas 1700 GT Cabrio 09/1965–12/1967 1682 cm³ 74 kW (100 PS) 185 km/h 920 kg 11,5 s (0–100 km/h) 12 l/100 km
BMW 1600 GT 09/1967–08/1968 1573 cm³ 77 kW (105 PS) 190 km/h 960 kg 11,2 s (0–100 km/h) 10,3 l/100 km

AbmessungenBearbeiten

Länge: 4050 mm, Breite: 1550 mm, Höhe: 1280 mm, Radstand: 2320 mm

ProduktionszahlenBearbeiten

In dreieinhalb Jahren entstanden insgesamt 6.827 Coupés und Cabriolets.

  • Glas 1300 GT Coupé bis 08/1965: 2076 Stück
  • Glas 1300 GT Cabriolet bis 08/1965: 8 Stück
  • Glas 1300 GT Coupé ab 09/1965: 1450 Stück
  • Glas 1300 GT Cabriolet ab 09/1965: 234 Stück
  • Glas 1700 GT Coupé: 1680 Stück
  • Glas 1700 GT Cabriolet: 122 Stück
  • BMW 1600 GT Coupé: 1255 Stück
  • BMW 1600 GT Cabriolet: 2 Stück

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f Werner Oswald: Deutsche Autos 1945–1990. Band 4, 1. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2001. ISBN 3-613-02131-5. S. 463–465
  2. Hanns-Peter Rosellen: "Das weiß-blaue Wunder" im Seewald Verlag Stuttgart 1983, Seiten 435–436, ISBN 978-3-512-00650-0

LiteraturBearbeiten

  • Hanns-Peter Rosellen: Vom Goggomobil zum Glas V8. Zyklam-Verlag, Frankfurt 1985.
  • Jürgen Kraxenberger, Ferdinand Mader: Das grosse GLAS-Buch. ISBN 3-930648-40-7.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Category:Glas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien