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Girmont war eine bis 2016 selbständige französische Gemeinde mit zuletzt 993 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Vosges in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

Girmont
Wappen von Girmont
Girmont (Frankreich)
Girmont
Gemeinde Capavenir-Vosges
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Koordinaten 48° 16′ N, 6° 26′ OKoordinaten: 48° 16′ N, 6° 26′ O
Postleitzahl 88150
Ehemaliger INSEE-Code 88204
Eingemeindung 1. Januar 2016

Kirche Mariä Geburt in Girmont

Mit Wirkung vom 1. Januar 2016 wurden die Gemeinden Thaon-les-Vosges, Girmont und Oncourt zu einer Commune nouvelle mit dem Namen Capavenir-Vosges zusammengelegt.

GeografieBearbeiten

Der Ort liegt zehn Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Épinal, der Hauptstadt (chef-lieu) des Départements Vosges.

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1831 wurden ein Torhaus und eine alte römische Brücke entdeckt und freigelegt. 1853 fand man nahe Girmont zwei bronzene Armreifen aus der Hallstatt- bzw. Latènezeit, was Archäologen mit der Möglichkeit der Existenz eines römischen Lagers für die Überwachung der Mosel auf dem Gebiet des heutigen Girmont in Verbindung bringen.

Um das Jahr 1000 hieß Girmont Goërici Mont, benannt nach Goericus, Bischof von Metz von 614 bis 629. Das Malteserkreuz im Wappen deutet auf eine Gruppe Templer hin, die nahe Girmont siedelten.

Girmont war während des Ancien Régimes Sitz einer Bürgermeisterei im Einflussbereich des Bistums Metz. Kirchlich gehörte Girmont zum Dekanat Épinal im Bistum Saint-Dié.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013
Einwohner 637 642 791 901 1032 952 940 993
Quelle: Cassini und INSEE

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Die Landwirtschaft spielt in Girmont eine untergeordnete Rolle. Durch die Nähe zu den Industriegebieten und Gewerbeparks von Thaon-les-Vosges und Épinal bilden die Berufspendler die größte Gruppe der Erwerbstätigen in Girmont.

In Thaon-les-Vosges auf der gegenüberliegenden Seite der Mosel besteht Anschluss an die zweispurige Nationalstraße 57 von Épinal nach Nancy sowie an das Bahnnetz der TER Lorraine (Bahnlinie Nancy-Épinal-Remiremont).

BelegeBearbeiten

  1. Kirche Nativité-de-Notre-Dame in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Girmont – Sammlung von Bildern