Gilles Chabrier

französischer Astrophysiker

Gilles Chabrier ist ein französischer Astrophysiker.

Leben und wissenschaftliche ArbeitBearbeiten

Gilles Chabriers studierte Physik an der École normale supérieure de Lyon (ENS) in Lyon. Nach seiner Promotion forschte er an der University of Rochester. Anfang der 1990er Jahre baute er in Zusammenarbeit mit der örtlichen Sternwarte, dem Observatoire de Lyon, an der ENS Lyon eine Forschergruppe zur Astrophysik auf.[1] Daraus ging 1995 der Centre de recherche astronomique de Lyon hervor, seit 2007 Centre de Recherche Astrophysique de Lyon (CRAL) genannt. Der CRAL wird von der Universität Lyon I, der ENS Lyon und dem Centre national de la recherche scientifique (CNRS) getragen. Chabrier leitet eine der drei Forschergruppen am CRAL. Er ist zudem Forschungsdirektor am Centre national de la recherche scientifique (CNRS).[2]

Sein Spezialgebiet sind braune Zwerge. Bereits vor deren Entdeckung im Jahre 1995 entwarf er zusammen mit France Allard und Isabelle Baraffe die Theorie zur Entwicklung und Struktur von braunen Zwergen. Außerdem widmete bzw. widmet er sich den weißen Zwergen, den Zustandsgleichungen von dichten astrophysikalischen Plasmen sowie der Physik von Protosternen und von Exoplaneten.[1]

AuszeichnungenBearbeiten

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

  • The Equation of State in Astrophysics: IAU Colloquium 147, Cambridge University Press, 2010, ISBN 0-511-60012-7
  • Structure formation in astrophysics, Cambridge University Press, 2009, ISBN 978-0-521-88779-3
  • The equation of state in astrophysics, Cambridge University Press, 2003, ISBN 0-521-47260-1

WeblinksBearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. a b Pressemitteilung des Centre de Recherche Astrophysique de Lyon (CRAL) vom 19. Januar 2011: Gilles Chabrier, astrophysicien, récompensé par la Médaille Eddington de la Royal Astronomical Society, abgerufen am 19. März 2016 (französisch).
  2. 2,4 millions d'euros pour le projet PEPS de Gilles Chabrier du CRAL (Memento des Originals vom 24. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ens-lyon.fr, abgerufen am 19. März 2016 (französisch).
  3. Gilles Chabrier CNRS Research Scientist Receives Silver Medal. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 29. Dezember 2010; abgerufen am 3. August 2012 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ens-lyon.fr
  4. Cérémonie du 15 juin 2007 - Gilles Chabrier. Abgerufen am 3. August 2012 (französisch).
  5. Medallists of the Royal Astronomical Society. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 16. Juli 2011; abgerufen am 3. August 2012 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ras.org.uk
  6. Gilles Chabrier, astrophysicien, récompensé par la Médaille Eddington de la Royal Astronomical Society. Abgerufen am 3. August 2012 (französisch).
  7. 2019 Fred Hoyle Medal and Prize. Abgerufen am 2. Juli 2019.

WeblinksBearbeiten