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Der Geopark Ries ist seit Mai 2006 als Nationaler Geopark zertifiziert. Er umfasst neben dem Einschlagskrater Nördlinger Ries den Riesrand und die Gebiete mit den heute noch erhaltenen Auswurfmassen. Mit dem Geopark-Projekt soll das geologische Naturerbe stärker als zuvor der Öffentlichkeit zugänglich und für die regionale Tourismusentwicklung nutzbar gemacht werden.

Inhaltsverzeichnis

Geographie und EntstehungBearbeiten

Koordinaten: 48° 53′ N, 10° 32′ O

 
Geopark Ries
Deutschland

Mit einer Fläche von 1.800 km² ist er knapp sechs Mal so groß wie München. Im Westen begrenzt die Schwäbische Alb den Geopark Ries, im Osten geht er in die Fränkische Alb über. Das Riesereignis, der Einschlag eines Meteoriten (Asteroid) vor 14,5 Mio. Jahren, hinterließ den Einschlagskrater Nördlinger Ries. Er ist der am besten erhaltene Einschlagkrater Europas. Das Kraterbecken hat einen Durchmesser von 25 km. Der Kraterrand ragt etwa 150 m hoch auf. Der Geopark Ries ist ein bundesland- und landkreis-übergreifendes Netzwerk. Der größte Teil der Fläche liegt in Bayern, ein kleiner Teil liegt in Baden-Württemberg. Insgesamt sind fünf Landkreise mit 53 Gemeinden beteiligt. Damit ist die Ausgestaltung des Geoparks ein komplexer Entwicklungsprozess.[1]

TourismusBearbeiten

Die Region ist touristisch bereits gut entwickelt. Es besteht ein dichtes Rad- und Wanderwegenetz. Sanfter, naturnaher Tourismus steht bei der Entwicklung im Vordergrund. Im Rahmen der Ernennung zum nationalen Geopark wurden Infozentren in Nördlingen, Oettingen und Treuchtlingen sowie eine Infostelle Deiningen eingerichtet. Umfangreiche Informationen zur Entstehung des Rieskraters bietet das Rieskrater-Museum in Nördlingen. Aufschlüsse und Geotope in der Region werden sukzessive touristisch erschlossen. Neben den allgemeinen touristischen Angeboten gibt es themenbezogene ausgeschilderte Wander- und Radwege. Das Angebot wird durch ausgebildete Führer unterstützt. Drei Infozentren und vier Infostellen sind Anlaufstellen, Wissenszentren und Drehscheiben für Besucher und bilden damit das das Rückgrat des Geoparks.[2] Weitere touristische Regionen in der Umgebung sind der Naturpark Altmühltal, das Fränkische Seenland oder die Monheimer Alb.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die ehemals freie Reichsstadt Nördlingen bildet mit ihrer vollständig erhalten Stadtmauer das Zentrum des Geopark Ries
  • Weitere sehenswerte Städte im Geopark Ries sind Bopfingen, Wemding, Oettingen, Harburg oder Donauwörth. In Wemding besteht unweit des Marktplatzes eine Geopark-Ries-Infostelle.
  • Schlösser und Burgen finden sich beispielsweise in Harbug, Hohenaltheim, Wallerstein, Oettingen und Baldern
  • bedeutende Klöster und Kirchen: Kloster Kirchheim, Kloster Neresheim, Kloster Mönchsdeggingen, Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein Wemding, Kloster Maihingen, St. Georgs Kirche Nördlingen
  • Aussichtspunkte: Ipf bei Bopfingen, Turm der St. Georgskirche Nördlingen, Bockberg bei Harburg, Felsen in Wallerstein, Wemdinger Platte mit der Zeitpyramide
  • Ofnethöhlen am südwestlichen Kraterrand

LiteraturBearbeiten

  • Der Stein der Schwaben, 60 Seiten, Wilfried Rosendahl, Michael Schieber (Hrsg.), ISBN 978-3-929981-78-0, Staatsanzeiger-Verlag Stuttgart
  • Sponsel, Wilfried (Hrsg.): Landkreis DONAU-RIES – Natur und Kultur einer einzigartigen Landschaft, 2008, ISBN 978-3-935438-60-5

WeblinksBearbeiten

  Commons: GeoPark Ries – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Informationen zum Geopark Ries. Website des Geopark Ries. Abgerufen am 8. November 2010.
  2. Geopark Ries erleben. Website des Geopark Ries. Abgerufen am 3. Mai 2016.