Geoffrey Horne

US-amerikanischer Schauspieler

Geoffrey Horne (* 22. August 1933 in Buenos Aires, Argentinien) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Schauspiellehrer.

LebenBearbeiten

Horne wurde in Buenos Aires als Sohn US-amerikanischer Eltern geboren und verbrachte einige frühe Jahre in Kuba, wo sein Vater als Vertreter einer Ölfirma lebte. Er studierte ab 1954 Schauspiel bei Lee Strasberg und schrieb sich zwei Jahre später beim The Actors Studio ein. Es gelang ihm jedoch nur selten, an wichtige Rollen abseits von Fernsehproduktionen zu kommen. Eine Ausnahme war die Darstellung des kanadischen Lieutenant Joyce in David Leans mit sieben Oscars ausgezeichnetem Filmklassiker Die Brücke am Kwai. Außer einer Nebenrolle in Otto Premingers Bonjour Tristesse konnte er keine weiteren nennenswerten Rollen in Hollywood ergattern, sodass er zu Ende der 1950er Jahre nach Italien ging, wo ihm einige Hauptrollen offeriert wurden. Die meisten seiner Filme sind heute allerdings weitgehend vergessen.

1964 kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück, spielte weiter auf der Bühne (am Broadway und in Off-Produktionen) und nahm Gastrollen in Fernsehserien an. Ab Mitte der 1970er Jahre konzentrierte er sich auf das Unterrichten, was ihn 1978 zurück zu seinen Anfängen am Lee Strasberg Theatre and Film Institute führte. Lee Strasberg zeigte sich von seinem Unterrichtsstil begeistert und Horne schlug eine erfolgreiche Zweitkarriere als Schauspiellehrer ein.[1] Später lehrte er an der New York University. 2011 erschien ein Dokumentarfilm über Lee Strasberg und seine Methode des Schauspielens, der zu großen Teilen aus einem Interview mit Horne besteht.[2] Selbst als Schauspieler stand Horne zuletzt 1999 für die Adam-Sandler-Komödie Big Daddy vor der Kamera.

Horne hat vier eigene und drei adoptierte Kinder, heute lebt er mit seiner fünften Frau in New York.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Geoffrey Horne and the Mysterious Disappearance of a Dreamboat | Here's the Thing. Abgerufen am 3. Januar 2020 (englisch).
  2. Lee Strasbergs Method bei Jeremy Kruse