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Gameloft

Französischer Hersteller und Publisher für Computerspiele
Gameloft SA

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Rechtsform Société Anonyme
ISIN FR0000079600
Gründung 1999
Sitz Paris, FrankreichFrankreich Frankreich
Leitung Stéphane Roussel (Chairman und CEO)
Baudouin Corman (SVP, Sales und Marketing)
Alexandre Pelletier-Normand (SVP, Production)
Alexandre De Rochefort (SVP und CFO)[1]
Mitarbeiterzahl 5.681 (2017)[2]
Umsatz 227,3 Mio. Euro (2014)[3]
Branche Computer- und Videospiele
Website www.gameloft.com

Gameloft ist der weltgrößte Entwickler und Herausgeber von Videospielen für Mobilgeräte und PC. Die Spiele waren anfangs in erster Linie für Mobiltelefone konzipiert, Gameloft entwickelt aber mittlerweile überwiegend für Apple iOS, Android und Windows 8 / 10. Der Hauptfirmensitz befindet sich in Frankreich, mittlerweile gibt es Zweigstellen auf der ganzen Welt.

Das Unternehmen war Bestandteil des CAC Small-Index und ist heute eine Tochter von Vivendi.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1999 wurde die Firma von Michel Guillemot gegründet, seit 2003 schreibt sie schwarze Zahlen. Im vierten Quartal des Jahres 2007 überholte Gameloft mit einem Umsatz von 26 Millionen Euro seine Konkurrenten auf dem jungen Markt offiziell, und stieg damit zum Weltmarktführer auf.[4][5] Das Unternehmen entwickelt Spiele für mobile Endgeräte, die entweder mit der Technologie Java, BREW oder Symbian OS ausgestattet sind. Die Gesamtzahl der mit einer dieser Technologien ausgestatteten Mobilgeräte wird bis 2012 auf rund 5 Milliarden geschätzt.[6] Viele Gameloft-Spiele sind zudem für Apples iPhone/iPod touch/iPad, Android, Blackberry 10, Windows Phone, WebOS, Nintendo WiiWare und DSi, Microsofts XBOX Live Arcade sowie Sonys PSN und PSP Store erhältlich.

Ende 2007 arbeiteten 4000 Mitarbeiter für Gameloft, 50 % mehr als Ende des Vorjahres 2006. Der Umsatz steigerte sich von 68,4 Millionen Euro (2006) auf 96,1 Millionen Euro (2007), was ein Umsatzplus von 40 % darstellt.[7] Derzeit umfasst die Produktpalette von Gameloft rund 200 Mobile Games für über 1200 verschiedene mobile Endgeräte, welche in über 80 Ländern durch mehr als 180 Partner verkauft werden.[4] Gameloft hat für 2008 außerdem angekündigt, 15 der ersten Spiele für das iPhone von Apple zu veröffentlichen.[8]

Gameloft erzielte 2008 einen Konzernumsatz von 110,3 Millionen Euro – eine Steigerung von 15 % zum Vorjahr.[9] Mobile Spiele stehen dabei für 93 % der erzielten Ergebnisse, Videospiele für die verbleibenden 7 % in 2008. Auf dem europäischen Markt entfallen 43 % der Umsätze, auf Nord-Amerika 30 %, und 27 % auf die restlichen Staaten.

Im Geschäftsjahr 2011 erzielte Gameloft einen Umsatz von 164,4 Millionen Euro, was eine Steigerung von 17 % im Bezug auf das Vorjahr (141 Millionen) bedeutet.[10] Zu dem Zeitpunkt hatte Gameloft 35 Millionen aktive Nutzer und Gameloft-Spiele für iOS und Android wurden 125 Millionen Mal heruntergeladen.[11] Ebenfalls 2011 lizenzierte Gameloft die Unreal Engine 3, um sie unter iOS und Android einsetzen zu wollen.[12] Das erste Projekt namens „March of Heroes“ wurde jedoch im September desselben Jahres aufgegeben.[13]

Im Juni 2016 gab Vivendi bekannt, dass man trotz Ablehnung durch das Gameloft-Management die Mehrheit am Unternehmen übernommen habe.[14]

Entwickelte Spiele (Auswahl)Bearbeiten

WeiteresBearbeiten

Gameloft LIVE!Bearbeiten

 
Das Gameloft LIVE! Logo

Gameloft entwickelte nach einiger Zeit ein System namens Gameloft LIVE!, auf dem man Spiele, die Gameloft Live verfügen, online gegeneinander spielen kann. Dies erfolgt über WiFi oder 3G. Eine Registrierung ist erforderlich.

FreemiumBearbeiten

Seit 2011 veröffentlicht Gameloft unter anderem Spiele mit dem von manchen Spielern kritisierten Freemium-Geschäftsmodell. Neben Neuentwicklungen wurden auch Spielereihen mit bis dato kostenpflichtigen Spielen in dieses Schema gesetzt. Am 20. März 2012 kündigte Gameloft an, in Zukunft nur noch Spiele mit Freemium- und Paymium-Geschäftsmodell zu veröffentlichen.

KritikBearbeiten

Gameloft wird oft dafür kritisiert, bekannte Videospiele zu kopieren, wie bei Gangstar Vegas (Grand Theft Auto), Nova (Halo), Asphalt (Need for Speed) oder Modern Combat (Call of Duty). Dagegen wehrte sich Gameloft mit dem Hinweis, dass der Spieleindustrie nur eine begrenzte Anzahl an Innovationen zur Verfügung stehe.[16]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gameloft Management. Abgerufen am 1. Februar 2017 (englisch).
  2. Vivendi Annual Report 2017. (PDF; 5,45 MB) Vivendi SA, 2017, S. 92, abgerufen am 12. September 2018 (englisch).
  3. Pocketgamer News (Englisch)
  4. a b Press Release: Fourth-quarter sales of €25.8 million in 2007
  5. Gameloft Officially Advances to #1 Position Worldwide
  6. Informa: 5 billion mobile consumers by 2012
  7. Press Release: Gameloft: 40 % Growth in 2007 Sales
  8. Gameloft: We'll release over 15 iPhone games this year
  9. Sales of €33.8 million up by 31 % in the fourth quarter of 2008
  10. Gameloft Corporate Financial Press Release (Englisch)
  11. Pocketgamer News
  12. Gameloft lizenziert Unreal Engine 3 für iPhone und Android (Memento des Originals vom 23. Mai 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ichspiele.cc
  13. March of Heroes: iPhone-Game mit Unreal-Engine von Gameloft gecancelt (Memento des Originals vom 23. Mai 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ichspiele.cc
  14. Spielebranche: Vivendi verkündet Übernahme von Gameloft - Golem.de. In: www.golem.de. Abgerufen am 2. Juni 2016.
  15. http://itunes.apple.com/us/app/asphalt-6-adrenaline/id418560017?mt=12
  16. Mark Brown: Gameloft dismisses copycat criticisms, 'there is maybe one new idea a year', erschienen auf www.pocketgamer.co.uk am 12. Januar 2011, abgerufen am 2. Juni 2016.