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Gabriele Wolff

deutsche Schriftstellerin

Gabriele Wolff (bürgerlich Gabriele Gordon, geb. Wolff; * 29. November 1955 in Düsseldorf) ist eine deutsche Schriftstellerin und Juristin.

LebenBearbeiten

Gabriele Wolff wuchs in Düsseldorf auf. Nach dem Abitur im April 1974 studierte sie Rechtswissenschaften. Von 1985 bis 1992 arbeitete sie als Staatsanwältin in Duisburg. Neben anderen beruflichen Stationen war sie von 1994 bis 2009 als Oberstaatsanwältin in Neuruppin tätig. Seit April 2009 ist sie nicht mehr im Justizdienst.

Wolff ist seit 1989 verheiratet.

WirkenBearbeiten

Gabriele Wolff ist Verfasserin von Kriminalromanen, -erzählungen und Hörspielen. Weiterhin hat sie über Karl May veröffentlicht und beschäftigte sich mit den Werken von Arno Schmidt und Hans Wollschläger. Sie unterhält einen Blog, in dem sie Fehlentscheidungen der Justiz sachkundig analysiert. Mit ihm erlangte sie Aufmerksamkeit im Fall Mollath.[1]

Im März 2018 meldete die Wochenzeitung Die Zeit, dass Gabriele Gordon als Erbin von Hans Wollschläger eine Bearbeitung von dessen Ulysses-Übersetzung im Suhrkamp Verlag gerichtlich verhindert habe. An dem Text hatte eine Gruppe von Übersetzern und Literaturwissenschaftlern über zehn Jahre lang gearbeitet. Der Verlag habe es versäumt, bei ihr die Erlaubnis für die neue Ausgabe einzuholen. Man einigte sich am Ende darauf, dass von dem bereits hergestellten Werk 200 Exemplare für wissenschaftliche Zwecke abgegeben werden durften. Darüber hinaus darf es aber nicht in den Handel gebracht werden.[2][3] Nach zwei Jahren Pause wurde auch der Blog über dieses Thema fortgesetzt.

AuszeichnungenBearbeiten

2004 wurde sie mit dem Friedrich-Glauser-Preis von Syndikat, einem Verein zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur, für ihren Kriminalroman Das dritte Zimmer ausgezeichnet.

SchriftenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. Gerhard Strate: Der Fall Mollath - Vom Versagen der Justiz und Psychiatrie. Zürich, 2014. Seite 13: "Mollath hatte in den letzten zwei Jahren viele Unterstützer. Hervorheben möchte ich vor allem Gabriele Wolff und Ursula Prem mit den von ihnen initiierten Blogs. Hier wurde seit dem Dezember 2012 auf höchstem Niveau die Entwicklung des Wiederaufnahmeverfahrens und des Prozesses in Regensburg dokumentiert und diskutiert."
  2. Susanne Mayer: "Ulysses": Heiliger James! In: Die Zeit. 28. Februar 2018, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 2. März 2018]).
  3. Angela Schader: „Ulysses“-Neuedition: „Rechtlich ist die Sache tot“. In: Neue Zürcher Zeitung. 2. März 2018, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 2. März 2018]).