Günther Schanz

deutscher Wirtschaftswissenschaftler

Günther Schanz (* 24. März 1943 in Litzmannstadt) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, der von 1977 bis 2008 als Professor an der Georg-August-Universität Göttingen forschte und lehrte. Seine Forschungsschwerpunkte waren insbesondere Unternehmensführung, Personal und Organisation sowie Grundlagenprobleme der Betriebswirtschaftslehre und betriebswirtschaftliche Ostasienforschung.

LebenBearbeiten

Günther Schanz studierte Betriebswirtschaftslehre und schloss seine Promotion und Habilitation an der Universität Mannheim ab. Er vertrat kurzzeitig einen Lehrstuhl in Freiburg im Breisgau und war seit dem Wintersemester 1977/1978 ordentlicher Professor am Institut für Unternehmensführung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Georg-August-Universität Göttingen. Er erhielt außerdem Rufe an die Freie Universität Berlin, nach Hannover und Würzburg. Er wurde Ende März 2008 emeritiert.

Schanz stellte unter anderem im Glasmuseum Immenhausen und 2008 in einem Nordhäuser Museum digitale, nachbearbeitete Fotografien sehr kleiner Objekte aus.[1][2]

LeistungenBearbeiten

Günther Schanz entwickelte in den 1970er Jahren den verhaltenstheoretischen bzw. verhaltenswissenschaftlichen Ansatz in der Betriebswirtschaftslehre. Dieser stellt darauf ab, die Mitarbeiter einer Unternehmung als menschlichen Faktor und Koalitionspartner in betriebswirtschaftliche Betrachtungen mit einzubeziehen. Aus diesen Überlegungen heraus veröffentlichte Schanz etliche Publikationen zu Motivations- und Bedürfnistheorien, Modellen zur Humanisierung der Arbeitswelt, Erfolgsbeteiligungen (Anreizsysteme) und partizipationsorientierten Führungsstilen. Schanz begreift damit die Betriebswirtschaftslehre als Sozialwissenschaft.

Werke (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. Mini-Objekte im Kamera-Objektiv. In: Neue Nordhäuser Zeitung. 11. Januar 2008, abgerufen am 12. Januar 2014.
  2. Bildergalerie: Zwei neue Sonderausstellungen im Kunsthaus Meyenburg eröffnet. In: nordhausen.de. 21. Januar 2008, abgerufen am 12. Januar 2014.