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Günther Neukirchner

österreichischer Fußballspieler

Günther Neukirchner (* 2. Dezember 1971 in Grambach) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler auf der Position eines Abwehrspielers. Die größte Zeit seiner aktiven Karriere verbrachte er beim steirischen Traditionsklub SK Sturm Graz, mit dem er große Erfolge feierte.

Günther Neukirchner
Zeltweger Legendenturnier 2018 (174).jpg
Günther Neukirchner (2018)
Personalia
Geburtstag 2. Dezember 1971
Geburtsort GrambachÖsterreich
Größe 179 cm
Position Abwehrspieler
Junioren
Jahre Station
1980–1989 SK Sturm Graz
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1989–2006 SK Sturm Graz 426 (29)
2006–2007 FC Gratkorn 16 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1998–2002 Österreich 14 0(1)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2009–2017 SK Sturm Graz II (Co-Trainer)
2014 SK Sturm Graz (interim)
2018 SK Sturm Graz (interim)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

KarriereBearbeiten

Als SpielerBearbeiten

Der Allrounder war ein zentraler Spieler des SK Sturm Graz. Der Steirer spielt schon seit 1980 in Graz. „Gü“, wie er von seinen Mitspielern genannt wird, spielte zuerst in der Jugendmannschaft, bei den Amateuren und später in der Kampfmannschaft. Er wurde zum Allrounder, da er als junger Sturm-Kicker nicht auf seiner Position als Stürmer eingesetzt wurde und deshalb immer wieder auf andere Positionen auswich. Er spielte bisher in der Bundesliga bereits auf jeder Position, mit Ausnahme des Tormannes.

Neukirchner gab sein Debüt in der österreichischen Nationalmannschaft am 19. August 1998 gegen Frankreich beim 2:2 in Wien. Er brachte es auf insgesamt 14 Länderspiele. Seine Karriere in der Nationalmannschaft nahm ein etwas unrühmliches Ende, als er sich zusammen mit acht Mannschaftskollegen weigerte, nach Israel zu fliegen um dort am letzten Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft 2002 teilzunehmen (siehe auch Fußballländerspiel Israel – Österreich 2001).

Er wurde mit Sturm Graz zweimal österreichischer Meister und dreimal österreichischer Pokalsieger. Zudem spielte er drei Mal in der Champions League.

Am 30. August 2006 wurde auf der Vereinshomepage bekannt, dass Neukirchner seine aktive Karriere beendet. Am 31. August unterschrieb das Grazer Urgestein einen Vertrag beim FC Gratkorn in der zweitklassigen Ersten Liga. Im Sommer 2007 beendete er dort nach 16 Einsätzen und einem Tor seine aktive Karriere als Fußballspieler. Mit 426 Spielen bestritt Günther Neukirchner die zweitmeisten Spiele für den SK Sturm Graz.

Als TrainerBearbeiten

Zur Saison 2009/10 wechselte der Grazer wieder zu seinem Stammverein, um diesmal den Posten des Co-Trainers der Amateur-Mannschaft zu besetzen.[1] Im September 2014 fungierte Neukirchner für zwei Spiele interimistisch als Trainer der Profis. Im November 2018 wurde er für ein Spiel ein zweites Mal Interimstrainer.[2]

ErfolgeBearbeiten

  • 2× Österreichischer Meister (1997/1998 und 1998/1999)
  • 4× Österreichischer Vizemeister (1994/1995, 1995/1996, 1999/2000, 2001/2002)
  • 3× ÖFB-Pokalsieger (1996, 1997, 1999)
  • 2× ÖFB-Pokalfinalist (1998 und 2002)
  • Österreichischer Supercupsieger (1996, 1998, 1999)
  • 2× Österreichischer Supercupfinalist (1997, 2002)

SonstigesBearbeiten

  • Nach einer 0:4-Niederlage gegen den Grazer AK am 27. Februar 2005 lieferte Neukirchner ein legendäres Interview, in dem er vor allem die "depperten" Fragen des Sportjournalisten des Senders Premiere kritisierte.[3]

Bei der Generalversammlung des SK Sturm Graz am 18. Jänner 2016 wurde er zusammen mit Mario Haas und Andy Pichler als Ehrenkapitän ausgezeichnet.[4]

Er spielte auch Futsal beim 1. FSC Graz.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Günther Neukirchner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. kleinezeitung.at: Rekordspieler Neukirchner Co-Trainer der Sturm-Amateure, 28. Juni 2009
  2. Sturm stellt Heiko Vogel dienstfrei sksturm.at, am 11. November 2018, abgerufen am 11. November 2018
  3. youtube.com: Legendäres Interview mit Sky
  4. HARMONISCHE GENERALVERSAMMLUNG MIT VIEL STURM-SPIRIT (Memento des Originals vom 22. Januar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sksturm.at, abgerufen am 22. Jänner 2016