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Furazabol ist ein Derivat des anabolen Steroids Stanozolol. Es unterscheidet sich von Stanozolol durch eine ringförmige Furazan-Gruppe (Oxadiazol) anstatt der Pyrazol-Gruppe. Furazabol wurde in Japan unter der ehemals von der Daiichi Seiyaku K.K. eingetragenen Handelsbezeichnung Miotolan vertrieben, ist aber inzwischen außer Vertrieb.[4]

Strukturformel
Struktur von Furazabol
Allgemeines
Freiname Furazabol
Andere Namen

17α-Methyl-5α-androsta-2,3-furazan-17β-ol

Summenformel C20H30N2O2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1239-29-8
EG-Nummer 214-983-0
ECHA-InfoCard 100.013.621
PubChem 14708
DrugBank DB01514
Wikidata Q411537
Arzneistoffangaben
ATC-Code

A14AA

Wirkstoffklasse

Anabole Steroide

Eigenschaften
Molare Masse 330,46 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

152–153 °C[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Toxikologische Daten

> 4000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Die Einnahmedauer von Furazabol soll wegen seiner Lebertoxizität auf 6 bis 8 Wochen begrenzt werden.[5] Das Steroid wird von Athleten in der Leichtathletik und im Bodybuilding zur Leistungssteigerung verwendet. Die Einnahme von Furazabol ist bis zu 14 Tagen nach der Einnahme nachweisbar. Gemäß der Dopingmittel-Mengen-Verordnung vom 8. Juli 2016 sind 100 mg Furazabol als "nicht geringe Menge" anzusehen.[5]

LiteraturBearbeiten

  • Kim, T. et al. (1996): Excretion study of furazabol, an anabolic steroid, in human urine. In: J. Chromatogr. B. Biomed. Appl. 687(1):79–83. PMID 9001955.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. The Merck Index, 9. Auflage, Merck & Co., 1976, S. 553–554 ISBN 0-911910-26-3.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. Eintrag zu Furazabol in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM).
  4. ABDA-Datenbank (Stand: 4. Dezember 2009).
  5. a b Eintrag zu Furazabol. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 2. Juli 2019.

WeblinksBearbeiten