Fujitsu

Unternehmen in Japan

Fujitsu K.K. (jap. 富士通株式会社, Fujitsū kabushiki-gaisha, engl. Fujitsu Limited) ist ein im Nikkei 225 gelisteter japanischer Technologiekonzern. Schwerpunkte der Produkte und Dienstleistungen sind Informationstechnologie, Telekommunikation, Halbleiter und Netzwerke.

Fujitsū

Logo
Rechtsform Kabushiki-gaisha (Aktiengesellschaft)
ISIN JP3818000006
Gründung 20. Juni 1935
Sitz Minato, Tokio, JapanJapan Japan
Leitung Takahito Tokita (Representative Director & President)
Tatsuya Tanaka (Director, Chairman)[1]
Mitarbeiterzahl 132.000[2]
Umsatz 3,952 Bio. Yen (37,7 Mrd. Euro)[3]
Branche IT-Dienstleister, Computerhersteller, Elektrotechnik, Informationstechnik
Website www.fujitsu.com
Stand: 31. August 2019

Fujitsu-Gruppe in EuropaBearbeiten

In Europa ist Fujitsu mit den folgenden Tochterunternehmen am Markt vertreten:

Als lange Zeit einziger Hersteller von Office- und Home-Computern betrieb Fujitsu die Endproduktion eines Teils der Geräte in Deutschland im Werk Augsburg.[4][5] Die Endproduktion im Werk Augsburg wurde allerdings Ende September 2020 geschlossen, andere bislang dort angesiedelte Bereiche wie Service und Support werden seitdem mit rund 350 Beschäftigten an einem neuen Standort in Augsburg weitergeführt.[6] Weitere Standorte in Deutschland sind Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Karlsruhe (Entwicklung), Kösching, Laatzen, München (Sitz), Neckarsulm, Nürnberg, Sömmerda, Stuttgart, Ulm, Walldorf und Würzburg.[7]

GeschichteBearbeiten

1935 wurde das Unternehmen in Tokio als Hersteller für Telefonzubehör unter dem Namen Fuji Tsūshinki Seizō (富士通信機製造) gegründet. Es entstand aus dem Kommunikationsbereich der Fuji Denki Seizō K.K. (富士電機製造株式会社, engl. Fuji Electric Company, heute: Fuji Denki Holdings), das wiederum ein Joint Venture von Furukawa Denki Kōgyō (古河電気工業) mit Siemens war. Der Name Fuji wurde dabei zusammengesetzt aus Furukawa und mensu (japanisch für die Aussprache von Siemens als [zi:mens]).

1952 wurde die im Zweiten Weltkrieg unterbrochene Zusammenarbeit mit Siemens wieder aufgenommen. 1967 entstand der Name Fujitsu aus den Komponenten Furukawa (Fu), Siemens (ji) und Tsushinki (tsu). Bis 1961 bestand das Logo, das sich das Unternehmen mit seinem Mutterunternehmen teilte, auch aus einem eingekreisten überlagerten „f“ und einem „S“ – als Symbol für die beiden Joint-Venture-Partner des Mutterunternehmens.[8]

Von 1999 bis 2009 arbeitete man mit Siemens im IT-Bereich (Server, Notebooks, Desktop-PCs etc.) im Joint Venture Fujitsu Siemens Computers (FSC) zusammen. 2009 wurden die 50-%-Siemens-Anteile an FSC von Fujitsu übernommen, und man benannte die Tochter in Fujitsu Technology Solutions um.

2009 wurde die Festplatten-Sparte an Toshiba verkauft.[9]

Anfang November 2017 wurde ein Joint Venture mit dem chinesischen PC-Hersteller Lenovo zur Entwicklung und Herstellung von Client-Geräten (Client Computing Devices, CCD) abgeschlossen und eine Übernahme Lenovos einer Mehrheit an der Fujitsu-Tochter Fujitsu Client Computing Limited (FCCL) vereinbart.[10]

WeblinksBearbeiten

Commons: Fujitsu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fujitsū K.K.: 役員一覧
  2. Fujitsu: [1]
  3. [2]
  4. Fujitsu-Werk in Augsburg: PC-Produktion geht auch fair. In: heise online. Abgerufen am 16. Dezember 2015.
  5. Der Produktionsstandort Deutschland – Das Fujitsu-Werk in Augsburg – Fujitsu Deutschland. In: fujitsu.com. Abgerufen am 16. Dezember 2015.
  6. Nach Werksschließung: 350 Fujitsu-Stellen bleiben erhalten. Abgerufen am 26. August 2020.
  7. Standorte - Fujitsu Deutschland. Abgerufen am 3. Oktober 2020.
  8. シンボルマークの変遷 - Fujitsu Japan. Abgerufen am 2. März 2019.
  9. von Peter Marwan am 17 Februar 2009, 10:53 Uhr: Fujitsu verkauft Festplattenproduktion an Toshiba. 17. Februar 2009, abgerufen am 26. März 2020.
  10. Computerworld.ch: Lenovo und Fujitsu schliessen PC-Joint-Venture. Abgerufen am 2. März 2019.