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Fugazi
Studioalbum von Marillion-logo.svg

Veröffent-
lichung(en)

12. März 1984

Aufnahme

November 1983–Februar 1984

Label(s) EMI

Format(e)

CD, LP, MC

Genre(s)

Progressive Rock, Neo-Prog

Titel (Anzahl)

7

Laufzeit

45:57

Besetzung

Produktion

Nick Tauber

Studio(s)

  • Manor Studio (England)
  • Sarm East (England)
  • Eel Pie (England)
  • Maison Rouge Studios, London (England)
Chronologie
Script for a Jester’s Tear
(1983)
Fugazi Misplaced Childhood
(1985)

Fugazi ist das zweite Studioalbum der britischen Rockband Marillion. Es wurde 1984 veröffentlicht und war das erste Album mit Ian Mosley am Schlagzeug.

Inhaltsverzeichnis

EntstehungBearbeiten

Aufgenommen wurde das Album im Manor Studio, Sarm East, Eel Pie und den Maison Rouge Studios, London, November 1983 – Februar 1984. Produzent war Nick Tauber, mit dem die Band bereits beim Vorgängeralbum gearbeitet hatte.

Das Album entstand unter schwierigen Umständen, während die Band nach dem Ausscheiden von Schlagzeuger Mick Pointer in rascher Folge eine Reihe von Nachfolgern beschäftigte und wieder hinauswarf, bevor man sich für Ian Mosley entschied.

Die Band erklärte später, dass sie mit dem Resultat ihrer Arbeit und vor allem der Produktionsqualität nicht zufrieden war. Eine neu gemasterte Version erschien 1998 zusätzlich mit den B-Seiten von Singles und Demos als Doppel-CD.

InhaltBearbeiten

Das Eröffnungsstück Assassing beschäftigt sich mit dem Thema Rufmord, wobei der Titel ein Wortschöpfung des Songschreibers Fish ist, gemischt aus den Begriffen assassin („Mörder“) und sassing („respektlos mit jemandem reden“). Der Text enthält eine Vielzahl von Metaphern zum Thema Wortgefecht / mit Worten kämpfen, z. B. unsheathe the blade within the voice („die Klinge in der Stimme aus der Scheide ziehen“).

Das Lied Punch & Judy nimmt Bezug auf zwei Figuren des englischen Puppentheaters Punch and Judy, die in etwa dem Paar Kasper und Gretel des deutschen Puppentheaters entsprechen. Thema des Songs ist Ehescheidung.

Bei einem Liveauftritt erzählte Marillion-Sänger Fish, dass das Lied Incubus von der Situation handelt, in der der Erzähler die frühere Freundin (womöglich mit einem anderen Mann) in einer Kneipe trifft und sie an bestimmte erotische Bilder erinnert, die früher von ihr geschossen wurden. Es geht also um die Rache und Feindseligkeit eines enttäuschten Liebhabers. Das Lied enthält die sanft gesprochene Zeile: I'm the irritating speck of dirt that came from absolutely nowhere. („Ich bin der ärgerliche Dreckfleck, der aus dem absoluten Nichts kam.“)

Gemäß Äußerungen von Fish bezieht sich der Name des Titelliedes und des Albums auf einen Slangausdruck aus dem Vietnamkrieg, den er in einer Sammlung von Erzählungen der Kriegsveteranen gefunden hatte.[1] Fugazi war hier ein Backronym für Fucked Up, Got Ambushed, Zipped In. Sinngemäß ist „In der Scheiße sitzen, in einen Hinterhalt geraten, in einen Leichensack gesteckt werden“ gemeint (Zipped in bedeutet das Verschließen des Reißverschlusses des Leichensackes). Der Song zählt unzählige Schnittpunkte des Lebens auf und erwähnt Religion, Umwelt, Kriege und Kapitalismus.

TitellisteBearbeiten

  1. Assassing – 7:02
  2. Punch & Judy – 3:21
  3. Jigsaw – 6:49
  4. Emerald Lies – 5:08
  5. She Chameleon – 6:52
  6. Incubus – 8:30
  7. Fugazi – 8:12

Titelliste der Bonus-CD

  1. Cinderella Search (12" version) – 5:31
  2. Assassing (Alternate Mix) – 7:40
  3. Three Boats Down from the Candy (1984 Re-Recording) – 4:00
  4. Punch & Judy (Demo) – 3:50
  5. She Chameleon (Demo) – 6:34
  6. Emerald Lies (Demo) – 5:32
  7. Incubus (Demo) – 8:09

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Our second album was to be aptly named "Fugazi" (all fucked up, all screwed up), which was a word I'd found in a book called "Nam" – a collection of reminiscences from veterans of the Vietnam war, put together by Mark Baker. (Fish in den Liner Notes zur remasterten Version)