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Fritz Lang – Der andere in uns

Film von Gordian Maugg (2016)

Fritz Lang – Der andere in uns ist ein deutscher Spielfilm von Gordian Maugg aus dem Jahr 2016. In den Hauptrollen des in schwarzweiß gedrehten Doku-Dramas sind Heino Ferch, Thomas Thieme und Samuel Finzi zu sehen. Der Film beleuchtet semifiktional und collagenartig die Recherchen Fritz Langs zu seinem Spielfilm M.

Filmdaten
OriginaltitelFritz Lang – Der andere in uns
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2016
Länge104 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegieGordian Maugg
DrehbuchGordian Maugg
Alexander Häusser
ProduktionNicole Ringhut
MusikTobias Wagner
KameraLutz Reitemeier
SchnittFlorentine Bruck
Besetzung

HandlungBearbeiten

Nach Werken wie Die Nibelungen, Metropolis und Frau im Mond sucht der deutsche Regisseur Fritz Lang nach Stoff für einen neuen Film, einen Tonfilm. Er ist der aufwendigen Großprojekte müde, sein nächster Film soll deutlich kleiner ausfallen. Zudem kriselt es in seiner Beziehung zu Thea von Harbou, die sich mehr und mehr für die Ideale des Nationalsozialismus zu begeistern scheint.

Während seiner Recherchen stößt er auf Berichte über einen Serienmörder aus Düsseldorf. Lang reist von Berlin ins Rheinland und schließt sich dem Kriminalkommissar Ernst Gennat an, der die Ermittlungen leitet. Als Verdächtiger wird Peter Kürten festgenommen, Fritz Lang bekommt die Gelegenheit, Kürten zu interviewen.

Als er auf Anna Cohn, Freundin eines Opfer und mutmaßliche Augenzeugin, trifft, wird er von Erinnerungen an seine erste Frau Lisa übermannt, der Anna über die Maßen ähnlich sieht, und die Lang damals erschoss, als sie ihn mit Thea von Harbou erwischte.

HintergrundBearbeiten

 
Gordian Maugg, Samuel Finzi, Lisa Charlotte Friederich und Heino Ferch bei der Premiere des Films am 6. April 2016 in Düsseldorf.

Die Dreharbeiten fanden im September und im Oktober 2014 unter anderem in Düsseldorf, in Erkrath, in Hamburg sowie in Niedersachsen statt. Der Film feierte seine Premiere am 6. April 2016 in Düsseldorf und startete am 14. April regulär in den Kinos.[2]

RezeptionBearbeiten

KritikenBearbeiten

D. J. Frederiksson von der Frankfurter Rundschau bezeichnet den Film als „mitreißende Reflektion über Trieb, Schuld und Kunst“, die sich wohltuend von „der eigentlich unappetitlichen Doppelsünde von Doku-Drama und Film-über-Film“ absetze. Frederiksson lobt Heino Ferch, „die schwarzweiße Bildgestaltung und die Lichtstimmungen“ sowie die „klugen visuellen und filmischen Ideen“.[3]

Auch Jörg Schöning von Spiegel Online lobt Heino Ferch und Samuel Finzi für ihr Spiel und hebt das Vakuum hervor, das der unaufgeklärte Tod von Langs erster Frau hinterließ und das der Film „klugerweise nur umkreist.“ Außerdem handhabe niemand „die Einbindung zeitgeschichtlichen Filmmaterials so souverän wie Gordian Maugg.“[4]

AuszeichnungenBearbeiten

Der Film lief im Wettbewerb des 15. Festival des deutschen Films im Jahre 2016. Er gewann den Hessischen Filmpreis 2016 in der Kategorie Bester Spielfilm. Florentine Bruck war in der Kategorie Bester Schnitt für den Deutschen Kamerapreis nominiert, ebenso für den Schnitt-Preis. Heino Ferch war in der Kategorie Bester deutscher Darsteller für den Jupiter nominiert.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für Fritz Lang. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 158305/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Claudia Hötzendorfer: Deutschlandpremiere im Düsseldorfer Atelier-Kino. Regisseur Fritz Lang trifft Serienmörder Peter Kürten, report-d, 5. April 2016, abgerufen am 5. November 2018
  3. D. J. Frederiksson: Der Mörder im Spiegel, Frankfurter Rundschau, 1. Mai 2017, abgerufen am 5. November 2018.
  4. Jörg Schöning: Augenmensch am Abgrund, Spiegel Online, 11. April 2016, abgerufen am 5. November 2018
  5. Angaben zu Filmpreisen auf Crew United, abgerufen am 5. November 2018