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Friedrich Weller (Philologe)

deutscher Philologe und Indologe

LebenBearbeiten

 
Grabstätte Friedrich Weller auf dem Südfriedhof Leipzig

Friedrich Weller widmete sich nach dem Abitur dem Studium der Philologie an der Universität Leipzig, bevor er 1915 mit der Arbeit Zum Lalita. I. Über die Prosa des Lalita Vistara zum Dr. phil. in Buddhismus promoviert wurde.

Nachdem er sich 1922 an der Universität Leipzig für Indologie habilitiert hatte, wurde ihm dort im gleichen Jahr die Privatdozentur für Chinesisch und Ostasiatische Religionsgeschichte an der Philologisch-Historischen Abteilung der Philosophischen Fakultät übertragen, die er bis 1928 ausfüllte. Unmittelbar danach erhielt Weller die außerplanmäßige Professur für Sanskrit, Chinesisch und Ostasiatische Religionsgeschichte, ehe er 1938 den Lehrstuhl für Indische Philologie übernahm, den er bis zu seiner Emeritierung 1958 innehatte. 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler.

EhrungenBearbeiten

Weller war von 1943 bis 1980 Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. Er wurde 1955 mit dem Nationalpreis II. Klasse der DDR für Wissenschaft und Technik ausgezeichnet.

In Anerkennung seiner Verdienste auf dem Gebiet der Indologie wurde 1985 der mit 2500 Euro dotierte Friedrich-Weller-Preis ins Leben gerufen.

SchriftenBearbeiten

  • Der chinesische Dharmasamgraha : Mit einem Anhang über das Lakkhanasuttanta des Dīghanikāya, Habilitationsschrift, Leipzig : H. Haessel Verlag, 1923
  • Tausend Buddhanamen des Bhadrakalpa : Nach einer fünfsprachigen Polyglotte, Leipzig : Verlag des Asia Major, 1928
  • Brahmajālasutra : Tibetischer u. mongolischer Text, Leipzig : Harrassowitz, 1934
  • Zum soghdischen Vimalakīrtinirdeśasūtra : Deutsche Morgenländische Gesellschaft, Leipzig : F. A. Brockhaus, 1937
  • Über den Quellenbezug eines mongolischen Tanjurtextes, Berlin : Akademie-Verlag, 1950
  • Versuch einer Kritik der Kathopaniṣad, Berlin : Akademie-Verlag, 1953
  • Die Fragmente der Jātakamālā in der Turfansammlung der Berliner Akademie, Berlin : Akademie-Verlag, 1955
  • 1a., Zum Blockdruckfragmente des mongolischen Bodhicaryāvatāra der Berliner Turfansammlung, 1955
  • Die Legende von Śunaḥśepa im Aitareyabrāhmaṇa und Śāṅkhāyanaśrautasūtra, Berlin : Akademie-Verlag, 1956
  • Untersuchung über die textgeschichtliche Entwicklung des tibetischen Buddhacarita, Berlin : Akademie-Verlag, 1980

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten