Friedrich Hund

deutscher Physiker

Friedrich Hermann Hund (* 4. Februar 1896 in Karlsruhe; † 31. März 1997 in Göttingen) war ein deutscher Physiker. Nach Studien in Marburg und Göttingen wurde er 1927 Professor für Physik in Rostock. Ab 1929 lehrte er in Leipzig, ab 1946 in Jena, ab 1951 in Frankfurt am Main und ab 1957 in Göttingen, wo er 1964 emeritiert wurde. Er leistete bedeutende Beiträge zur Entwicklung der Atomphysik. Nach ihm sind die Hundschen Regeln benannt.

Friedrich Hund, 1920er Jahre

Schulzeit

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Friedrich Hund war der Sohn des Eisenwaren- und Haushaltswarenhändlers Friedrich Hund, der in der Friedenstraße in Karlsruhe wohnte.[1] Er ging in Karlsruhe und Erfurt zur Schule, dann in Naumburg an der Saale, wo er das Realgymnasium besuchte. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges brach er sich einen Fuß und musste als Einziger seiner Klasse nicht direkt in den Krieg ziehen. Er half seinem Lehrer Professor Paul Schoenhals beim Unterricht der jüngeren Schüler. 1915 machte er das Abitur am Realgymnasium. Seine Eltern konnten ihm kein Studium finanzieren, weshalb sein Lehrer ihm ein kleines Stipendium verschaffte, das er mit Nachhilfe-Unterricht aufbesserte.

Studium und Lehrjahre

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Ab 1915 studierte Hund Mathematik, Physik und Geographie an der Universität Marburg und der Universität Göttingen. Nach einigen Semestern Studium war er zwei Jahre lang als Soldat beim Wetterdienst der Marine eingesetzt. In Göttingen hörte er unter anderem bei James Franck, David Hilbert, Richard Courant, Carl Runge. 1921/22 legte er seine Lehramtsexamina ab. Während er sein Referendariat an einem Göttinger Gymnasium ableistete, wurde er 1922 bei Max Born in Göttingen mit einer Arbeit über den Ramsauer-Effekt promoviert.[2]

Von 1922 bis 1927 war er Borns planmäßiger Assistent, wie auch Werner Heisenberg und Pascual Jordan (beide außerplanmäßig). Nach der Habilitation 1925 war er Privatdozent für Theoretische Physik in Göttingen. 1926/27 war er einige Monate bei Niels Bohr in Kopenhagen.

1927 wurde Hund außerordentlicher, 1928 ordentlicher Professor für Theoretische Physik in Rostock.[3] 1929 hielt er auf Einladung von Edwin Kemble und Theodore Lyman als Gastdozent Vorlesungen an der Harvard University.[Anm. 1] Noch im selben Jahr ging er nach Leipzig.

1929 wurde Hund auf Betreiben von Heisenberg[4] Nachfolger von Gregor Wentzel als Professor für Mathematische Physik an der Universität Leipzig. Dort wirkte auch Heisenberg, mit dem er lange Jahre ein Seminar über die Struktur der Materie leitete. Ab Ende der 1920er Jahre entstand hier ein Zentrum der Theoretischen Physik. Hund war mit Heisenberg befreundet, obwohl er mit seiner Rolle als zweiter Mann hinter Heisenberg nicht zufrieden war. Die dominierende Position von Heisenberg wurde zum Beispiel spürbar, als er Hund 1929 von einer Reise in die USA zurückbeorderte, um sich von ihm bei Beginn des Semesters vertreten zu lassen, während er selbst seine Weltreise fortsetzte.[5] Hund verteidigte Heisenberg – wie andere führende deutsche Physiker auch – gegen die bedrohliche, von Johannes Stark mit einem Artikel im Schwarzen Korps der SS entfachte Kampagne, die sich auch gegen die gesamte „moderne theoretische Physik“ richtete. Er schrieb Protestbriefe an Paul Koebe, den Dekan der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, und den Reichsminister für Erziehung Bernhard Rust[6] und regte Peter Debye zu einer Stellungnahme an.[7]

Am Uranprojekt im Zweiten Weltkrieg war er im Gegensatz zu Heisenberg nicht beteiligt.[8] Als Heisenberg 1942 nach Berlin ging, übernahm Hund das Direktorat am Leipziger Physik-Institut. 1943 erhielt er wie kurz zuvor Pascual Jordan die Max-Planck-Medaille, die höchste Auszeichnung für theoretische Physik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die seit 1939 nicht mehr verliehen worden war.

Nach dem Krieg wurde er 1945 in Leipzig Pro-Rektor. Als die US-Armee Ende Juni 1945 abzog, transportierte sie viele Professoren in Lastwagen ab. Hund empfand das laut seinen Aufzeichnungen als „Verschickung in die Sklaverei“. Er empörte sich darüber, dass „Professoren wie Maschinenteile ausgewechselt“ wurden. Er versteckte sich, um nicht in ein Lager im Westen transportiert zu werden.[9]

1946 wechselte Hund als Professor an die Universität Jena. Nach eigenen Angaben wollte er vermeiden, den Rest seines Lebens damit beschäftigt zu sein, in Leipzig ein neues Institut für Physik aufzubauen.[8] Im Gegensatz zu Leipzig war das Institut in Jena nicht zerstört und dort waren mehr Kollegen tätig. Eine für sieben Personen geeignete Wohnung war jedoch Voraussetzung, woran der Wechsel beinahe gescheitert wäre.

Bei den Dienststellen der sowjetischen Besatzer war er angesehen, nicht zuletzt, weil er der Einladung der US-Amerikaner in den Westen nicht gefolgt war. Als Hund verfügte, dass auch Kinder von Hochschullehrern studieren konnten, kam es zum Konflikt; auch innerhalb der sowjetischen Verwaltung kam es darüber zum Streit. General Kolesnitschenko hob im Sinne der damaligen ideologischen Auffassungen die Verfügung wieder auf.[10] Hund versuchte die Verantwortlichkeiten zwischen Jenaer Universität, Thüringer Ministerium und Besatzungsmacht zu klären.

 
Genehmigung der Beurlaubung Hunds für das Sommersemester 1951 durch das Staatssekretariat für Hochschulwesen der DDR

Von Februar bis Oktober 1948 war Hund Rektor der Universität. Er wurde als Rektor entlassen, nachdem im September 1948 eine anonyme Anzeige aus der Universitätsverwaltung beim Ministerium eingegangen war, in der ihm mangelnde politische Aktivität vorgeworfen wurde.[11]

Ende April 1949 erhielt er vom Thüringer Ministerpräsidenten Werner Eggerath einen Bezugschein für ein Paar Schuhe.[12] Im August 1949, sechs Wochen vor der Gründung der DDR, verlieh ihm der Deutsche Volksrat den Deutschen Nationalpreis.[13] Kinder von Nationalpreisträgern durften ein Studium beginnen.

Für das Sommersemester 1951 wurde Hund beurlaubt. Nachdem er von einer Gastvorlesung in Frankfurt/Main nach Jena zurückgekehrt war, verließ er Ende Juli 1951 die DDR und ging über Berlin mit seiner Familie in den Westen. Seinen Besitz musste er fast komplett zurücklassen, aber die russischen Behörden schickten ihm später seine Möbel und andere Dinge nach.

Frankfurt am Main

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Hund wurde 1951 Professor in Frankfurt am Main als Nachfolger von Erwin Madelung. Die Gründe für seinen Wechsel von Jena nach Frankfurt waren die Zukunft seiner Kinder und die politischen Verhältnisse. In Frankfurt fand er auch seinen früheren Mitarbeiter Bernhard Mrowka wieder vor, mit dem er 1935 wichtige Arbeiten zur Physik der Elektronen im Diamant geschrieben hatte.[14]

In Frankfurt schrieb er ein umfangreiches Buch mit dem Titel Materie als Feld, mit dem er – so im Vorwort – helfen wollte, „den Gegensatz zwischen denkenden und experimentierenden Physikern aufzuheben“ (gemeint ist der Gegensatz zwischen theoretischer Physik und Experimentalphysik).

Göttingen

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Hund im Gespräch mit Werner Heisenberg und Max Born, die zu seinem 70. Geburtstag nach Göttingen gekommen waren (1966)
 
Carl Friedrich von Weizsäcker und Friedrich Hund (1994)

Nach einer Gastprofessur 1956 an der University of Maryland war Hund ab 1957 als Professor für Theoretische Physik wieder in Göttingen tätig, und zwar als Nachfolger von Richard Becker.

1964 wurde Hund emeritiert.[15] Er blieb aber auch danach wissenschaftlich und in der Lehre aktiv, nicht nur in Göttingen, wo er bis 1990 Vorlesungen hielt, sondern auch 1968 als Gastprofessor in Köln, 1969 in Heidelberg, 1970 in Frankfurt am Main und später in Wuppertal. Seine besondere Expertise galt dabei der Geschichte der modernen Physik, die er persönlich miterlebt und -gestaltet hat.

Die letzten Jahre seines Lebens war er blind, was ihn jedoch nicht davon abhielt, Vorträge zu halten und zu diskutieren.

Friedrich Hund starb im Alter von 101 Jahren am 31. März 1997 in Göttingen. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Münchner Waldfriedhof. In dem Familiengrab sind auch seine Gattin Ingeborg, seine Schwester Gertrud und der Schwiegersohn Dieter Pfirsch bestattet.

In der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen befinden sich zahlreiche Dokumente aus dem Nachlass von Friedrich Hund, darunter das wissenschaftliche Tagebuch, das er seit 1912 geführt hatte, sowie der Briefwechsel mit den Ministerien der DDR.[16]

 
Ingeborg und Friedrich Hund mit fünf Kindern, 1950 in Jena. Ein Kind war bereits 1939 gestorben.

Friedrich Hund und die Mathematikerin Ingeborg Seynsche (1905–1994) heirateten am 17. März 1931. Ingeborg Seynsche war 1930 an der Universität Göttingen promoviert worden.

Das Ehepaar Hund hatte sechs Kinder: Gerhard (* 1932), Dietrich (1933–1939), Irmgard (* 1934), Martin (1937–2018), Andreas (* 1940) und Erwin (1941–2022).

Forschung

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Noch vor Entstehung der Quantenmechanik deutete Hund die komplizierten Spektren der Elemente von Scandium bis Nickel. Auf der Grundlage der Quantenmechanik trug er dann wesentlich zur Theorie der Molekülspektren und zur Aufklärung des Zusammenhangs von Termstruktur und Symmetrie quantenmechanischer Systeme bei.[17]

Er stellte 1925 die Hundsche Regel auf[18], die zunächst eine rein empirische Regel in der Atomphysik war. Erst später wurde sie begründet und zu drei Regeln erweitert. 1926/27 entdeckte und beschrieb er den später so genannten Tunneleffekt (dessen Entdeckung meist George Gamow zugeschrieben wird) zuerst bei optisch isomeren Molekülen.[19][20]

 
Robert Mulliken und Friedrich Hund 1929 in Chicago

In der Molekülphysik und -spektroskopie unterscheidet man nach Hund die so genannten Hundschen Kopplungsfälle (a) bis (e), je nach der Art und Weise, in der die verschiedenen quantenmechanischen Drehimpulse (Elektronenspin, Bahndrehimpuls, Rotation) zum Gesamtdrehimpuls koppeln (Vektoraddition). Die Molekülorbitaltheorie, die ursprünglich „Hund-Mulliken-Theorie“ genannt wurde und von der Valenzbindungstheorie zu unterscheiden ist, spielt in der Molekülphysik und in der theoretischen Chemie eine große Rolle. Bei ihrer Formulierung arbeitete Hund mit Robert S. Mulliken zusammen, den er seit 1925 in Göttingen kannte und mit dem er 1927 in Göttingen, 1929 in Chicago und 1930 und 1933 in Leipzig zusammenarbeitete.[21]

In Leipzig verbreiterte Hund sein Arbeitsfeld und wandte sich auch der Kernphysik zu. Unabhängig von Eugene Wigner untersuchte er 1937 als erster eine angenäherte SU (4)-Symmetrie in den Kernspektren (die sich bei Spin- und Isospininvarianz der Kernkräfte ergibt).[22] Er untersuchte 1936 auch das Verhalten von Materie unter sehr hohem Druck mit Anwendungen in der Astrophysik,[23] sowie systematische Probleme der theoretischen Festkörperphysik (Elektronenwellenfunktionen in Kristallgittern, insbesondere unter dem Einfluss von Magnetfeldern, vor allem im Diamantgitter).[24]

In seinen späteren Jahren befasste sich Hund vor allem mit der Geschichte der Physik, speziell der Quantentheorie, deren Wandel in den zwanziger Jahren er selbst mitgestaltet hatte.

Das Seminar mit Heisenberg in Leipzig erlangte Weltgeltung und zog Schüler aus vielen Ländern an. Es wurde „Heisenberg mit Hund“ genannt[25] und auch offiziell so angekündigt. Die scherzhafte Bezeichnung „Heisenberg mit Hund“ – statt „Heisenberg und Hund“ – war bewusst gewählt, um den Vorrang von Heisenberg am Institut auszudrücken.[8]

Zu seinen Doktoranden gehörten in Leipzig Hans Euler (mit Heisenberg) und Carl Friedrich von Weizsäcker, in Jena Harry Lehmann (1950), in Frankfurt Heinz Bilz sowie in Göttingen Jürgen Schnakenberg und Gert Eilenberger. In Leipzig war Siegfried Flügge sein Assistent und Edward Teller sein Hilfsassistent.[26]

Hund verfasste eine verbreitete systematische Lehrbuchreihe der theoretischen Physik, die zum Teil in andere Sprachen übersetzt wurde. 1978 schrieb er: „Es ist mir eine Freude, dass Herr Kollege K. Yamazaki sich der Mühe einer japanischen Übersetzung meiner Geschichte der Quantentheorie unterzogen hat.“

Mitgliedschaften und Ehrungen

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Gedenktafeln für Friedrich Hund und Eberhard Buchwald am Gebäude der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Universität Jena

Hund war Mitglied folgender Akademien und Gesellschaften:[27]

  • 1933 Sächsische Akademie der Wissenschaften
  • 1944 Leopoldina
  • 1949 Deutsche Akademie der Wissenschaften in der DDR[28] bzw. deren Nachfolgerin: Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
  • 1958 Göttinger Akademie der Wissenschaften[29], deren Ehrenmitglied er seit 1991 war
  • 1973/74 Académie internationale des sciences moléculaires quantiques
  • 1977 Ehrenmitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
  • 1994 Ehrenmitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Er erhielt folgende Auszeichnungen und Ehrungen:

 
„Friedrich-Hund-Platz“ in Göttingen

Nach Friedrich Hund wurden benannt:

  • der Friedrich-Hund-Platz am Nordcampus der Universität Göttingen
  • die Friedrich-Hund-Straße in Jena
  • die Friedrich-Hund-Straße in Frankfurt/Main (2020)[41]
  • der Friedrich-Hund-Dissertationspreis der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Universität Jena (seit 2019)[42]

Schriften (Auswahl)

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Friedrich Hund veröffentlichte mehr als 250 Aufsätze und Schriften.[43]

  • Versuch einer Deutung der großen Durchlässigkeit einiger Edelgase für sehr langsame Elektronen. Dissertation, Universität Göttingen 1923, veröffentlicht in: Zeitschrift für Physik, Band 13, 1923, S. 241
  • Linienspektren und periodisches System der Elemente, Habil.-Schrift, Universität Göttingen, Springer 1927
  • Allgemeine Quantenmechanik des Atom- und Molekelbaues, in Handbuch der Physik, Band 24/1, 2. Auflage, S. 561–694 (1933)
  • Materie als Feld, Berlin, Springer 1954
  • Einführung in die Theoretische Physik, 5 Bände 1944–1951, Meyers Kleine Handbücher, Leipzig, Bibliographisches Institut, 1945, 1950/1951 (Band 1: Mechanik, Band 2: Theorie der Elektrizität und des Magnetismus, Band 3: Optik, Band 4: Theorie der Wärme, Band 5: Atom- und Quantentheorie)
  • Theoretische Physik, 3 Bände, Stuttgart Teubner, zuerst 1956–1957, Band 1: Mechanik, 5. Auflage 1962, Band 2: Theorie der Elektrizität und des Lichts, Relativitätstheorie, 4. Auflage 1963, Band 3: Wärmelehre und Quantentheorie, 3. Auflage 1966
  • Theorie des Aufbaues der Materie, Stuttgart, Teubner 1961
  • Grundbegriffe der Physik, Mannheim, BI 1969, 2. Auflage 1979
  • Geschichte der Quantentheorie, 1967, 2. Aufl., Mannheim, BI 1975, 3. Auflage 1984
  • Quantenmechanik der Atome, in Handbuch der Physik/Encyclopedia of Physics, Band XXXVI, Berlin, Springer 1956
  • Die Geschichte der Göttinger Physik, Vandenhoeck und Ruprecht 1987 (Göttinger Universitätsreden)
  • Geschichte der physikalischen Begriffe, 1968, 2. Aufl. (2 Bände), Mannheim, BI 1978 (Band 1: Die Entstehung des mechanischen Naturbildes, Band 2: Die Wege zum heutigen Naturbild), Spektrum Verlag 1996
  • Göttingen, Kopenhagen, Leipzig im Rückblick, in Fritz Bopp (Hrsg.) Werner Heisenberg und die Physik unserer Zeit, Braunschweig 1961
  • Max Born, Göttingen und die Quantenmechanik, Physikalische Blätter, Band 38, 1982, S. 349–351. doi:10.1002/phbl.19820381107
  • Das Korrespondenzprinzip als Leitfaden der Quantenmechanik von 1925, Physikalische Blätter, Band 32, 1976, S. 71–77. doi:10.1002/phbl.19760320203
  • Hätte die Geschichte der Quantentheorie auch anders ablaufen können ?, Physikalische Blätter, Band 31, 1975, S. 29–35. doi:10.1002/phbl.19750310107
  • Höhepunkte der Göttinger Physik, Teil 1, Physikalische Blätter, Band 25, 1969, S. 145–153. doi:10.1002/phbl.19690250401, Teil 2, S. 210–215. doi:10.1002/phbl.19690250503

Literatur

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  • Werner Heisenberg, Dieter Pfirsch und andere: Den Professoren Friedrich Hund und M. Czerny zum 60. Geburtstag gewidmet. Springer-Verlag Berlin Göttingen Heidelberg 1956, Zeitschrift für Physik, Band 144.
  • Max Born: Friedrich Hund 70 Jahre. Physikalische Blätter, Band 22, 1966, S. 79.
  • Heinz Gerischer: F. Hund zum 75. Geburtstag – Die Bunsen-Gesellschaft gratuliert ihrem Ehrenmitglied. Berichte der Bunsen-Gesellschaft für physikalische Chemie 1971, Band 75/2, S. 97. doi:10.1002/bbpc.19710750202
  • Joachim Poppei: Das Leben und Wirken Friedrich Hunds: unter besonderer Berücksichtigung der Zeit in Leipzig und Jena. Sektion Physik der Karl-Marx-Universität Leipzig, 1. Dezember 1983, 26 Seiten. Nachlass Friedrich Hund bei der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.
  • J. Hajdu: Friedrich Hund zum 90. Physikalische Blätter, Band 42, 1986, S. 1.
  • Ein Gespräch zum 90. Geburtstag von Friedrich Hund. Bild der Wissenschaft, 2/1986, S. 63–66.
  • Carl Friedrich von Weizsäcker: Friedrich Hund zum 95. Geburtstag. Physikalische Blätter, Band 47, 1991, S. 61.
  • Banger; Canel; Czjzek; Eilenberger; Fischer; Froböse; Gerlach; Hajdu; Hofacker; Keiter; Labusch; Langbein; Schnackenberg; Teichler: Friedrich Hund zum 95. Geburtstag. Göttingen 1991.
  • Michael Schaaf: Zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Friedrich Hund. CENSIS-REPORT-20-96, Hamburg, Februar 1996.
  • Michael Schaaf: Heisenberg, Hitler und die Bombe. Gespräche mit Zeitzeugen GNT-Verlag, Diepholz 2018, ISBN 978-3-86225-115-5. (Darin: Theoretische Physik war diffamiert, ein Gespräch mit Friedrich Hund.)
  • Werner Kutzelnigg: Friedrich Hund und die Chemie. Angewandte Chemie, Band 108, 1996, S. 629–643.
  • Hubert Laitko: Physikgeschichte von innen betrachtet – Friedrich Hund als Historiker seines Fachs. Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, 1996.
  • Manfred Schroeder (Hrsg.): Hundert Jahre Friedrich Hund: Ein Rückblick auf das Wirken eines bedeutenden Physikers. Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, 1996 (Beiträge von G. Eilenberger, K. Hentschel, G. Herzberg, D. Langbein, H. Rechenberg, I. Supek, H. G. Walther, C. F. v. Weizsäcker).
  • Siegfried Flügge (Hrsg.): Friedrich Hund zum 70. Geburtstag. Springer Tracts in Modern Physics, 1966.
  • J. Hajdu: Friedrich Hund: Weg und Werk. Zeitschrift für Physik D, Band 36, 1996, S. 191–195.
  • Friedrich Hund zum 100. Geburtstag. Interview mit Klaus Hentschel, Renate Tobies. NTM (Internationale Zeitschrift für Geschichte und Ethik der Naturwissenschaften, Technik und Medizin), Band 4, 1996, S. 1–18. doi:10.1007/BF02913775
  • Michael Schaaf: „Nach Göttingen ging einer, der sich etwas zutraute“. Ein Gespräch mit Professor Friedrich Hund vom 12. März 1994 (gekürzt). Physikalische Blätter, Juni 1997, S. 542–545 (PDF hier verfügbar).
  • Bernhard Kockel Friedrich Hund 80 Jahre. Physikalische Blätter, Band 32, 1976, S. 78 f. doi:10.1002/phbl.19760320204
  • Helmut Rechenberg: Friedrich Hund 100 Jahre: Pionier und Lehrer der Physik, Zeitzeuge des Jahrhunderts. Philipp von Zabern, Mainz 1996, Akademie-Journal 1/96, S. 44–49.
  • Peyerimhoff; Herzberg; Canel; Hajdu und andere: Herrn Professor Friedrich Hund zum 100. Geburtstag. Springer-Verlag 1996, Zeitschrift für Physik D, Band 36, Heft 3/4.
  • Riffert; Müther; Herold; Ruder: Matter at High Densities in Astrophysics – Compact Stars and the Equation of State – In Honor of Friedrich Hund's 100th Birthday. Springer Tracts in Modern Physics 133, Berlin 1996, 274 S. ISBN 3-540-60605-X.
  • Carl Friedrich von Weizsäcker, Edward Teller, Hendrik B. G. Casimir, Aage Bohr, Ulrich Schröder, Eleonore Trefftz: Friedrich Hund zum 100. Geburtstag – Grüße und Glückwünsche aus aller Welt. VCH Weinheim 1996, Physikalische Blätter 52, Heft 2, S. 114 f.
  • Helmut Reeh: Nachruf in Spektrum (Informationsorgan der Universität Göttingen), 1997, Heft 2.
  • Helmut Rechenberg, Gerald Wiemers: Friedrich Hund (1896–1997). Sächsische Lebensbilder, 2004.
  • Smrdu, Andrej: Hundovo pravilo – Die Hundsche Regel. Kemija, Snov in Spremembe 1, S. 75–78, Ljubljana 2006, ISBN 961-6433-66-0.
  • Helmut G. Walther: Die ersten Nachkriegsrektoren Friedrich Zucker und Friedrich Hund. Sonderdruck aus Hochschule im Sozialismus. Studien zur Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena (1945–1990), Band 2, S. 1911–1928. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2007.
  • Ronald Beyer, Constanze Mann: Die Ehrenbürger der Stadt Jena. Band 17 der Reihe Dokumentationen der Städtischen Museen Jena, 2007, ISBN 978-3-930128-84-6.
  • Uwe Hoßfeld, Tobias Kaiser, Heinz Mestrup: Hochschule im Sozialismus: Studien zur Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena (1945–1990). Böhlau Verlag Köln Weimar, 2007–2334 Seiten. Friedrich Hund (Digitalisat)
  • Kurzbiografie zu: Hund, Friedrich. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 1. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
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Commons: Friedrich Hund, Medaillen und Bilder aus seinem Nachlass – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

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  1. In Amerika lehrte er außerdem an der University of Chicago und einigen anderen Universitäten: Toronto, Massachusetts Institute of Technology, General Electric bei Irving Langmuir. Quelle: Jagdish Mehra, Helmut Rechenberg: The historical development of Quantum Theory, Band 6, Teil 1, S. 559.

Einzelnachweise

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  1. Adressbuch 1896 der Stadt Karlsruhe: „Hund Friedrich, Kaufmann, Friedenstr. 28“. Vgl. Foto des Gebäudes Friedenstraße 28 in Karlsruhe (2016).
  2. Urkunde zur Promotion 1922, unterschrieben von Prandtl.
  3. Kalenderblatt April 2012: Der Physiker Friedrich Hund Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock.
  4. Hajdu: Friedrich Hund, Zeitschrift für Physik D, Band 36, 1996, S. 191.
  5. David C. Cassidy: Uncertainty. The Life and Science of Werner Heisenberg. Freeman, 1992, S. 271, mit Bezug auf ein Interview mit Hund 1981.
  6. über den Präsidenten der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt Herrn Prof. Dr. Johannes Stark (Memento vom 8. Februar 2011 im Internet Archive), geschrieben von Friedrich Hund am 20. Juli 1937. Universität Leipzig, Ausstellung zum 100. Geburtstag von Werner Heisenberg (archivierte Webseite).
  7. David C. Cassidy: Uncertainty. The Life and Science of Werner Heisenberg. Freeman, 1992, S. 382.
  8. a b c Michael Schaaf: „Nach Göttingen ging einer, der sich etwas zutraute“. Ein Gespräch mit Professor Friedrich Hund vom 12. März 1994 (gekürzt). Physikalische Blätter, Juni 1997, S. 542–545 (PDF hier verfügbar).
  9. Friedrich Hund, unveröffentlichtes Manuskript aus der Zeit vom 25. Juni bis 3. Juli 1945: Seite 1, Seite 2, Seite 3, Seite 4, Seite 5, Seite 6. „Verschickung in die Sklaverei“ steht auf Seite 2 im oberen Absatz; „Professoren wie Maschinenteile ausgewechselt“ steht auf Seite 4 im unteren Absatz.
  10. Andrei Nikitin in Manfred Heinemann (Hrsg.): Hochschuloffiziere und Wiederaufbau des Hochschulwesens in Deutschland 1945–1949. Die Sowjetische Besatzungszone. Akademie Verlag 2000, S. 4.
  11. Helmut G. Walther: Die ersten Nachkriegsrektoren Friedrich Zucker und Friedrich Hund. Sonderdruck aus Hochschule im Sozialismus. Studien zur Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena (1945–1990), Band 2, S. 1921. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2007.
  12. Brief von Werner Eggerath an Hund mit Bezugschein für ein Paar Schuhe.
  13. a b Urkunde zur Verleihung des Deutschen Nationalpreises 1949.
  14. F. Hund, B. Mrowka. Zeitschrift für technische Physik, Leipzig 1935; 16, S. 494–497.
  15. Lebenslauf Friedrich Hund
  16. Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Verzeichnis zum Nachlass Friedrich Hund, 2007 (PDF; 133 kB).
  17. Brockhaus Enzyklopädie. F. A. Brockhaus Wiesbaden 1975, Band 22, ISBN 3-7653-0028-4, S. 666.
  18. Friedrich Hund: Zur Deutung verwickelter Spektren, insbesondere der Elemente Scandium bis Nickel. Zeitschrift für Physik, Band 33, 1925, S. 345–371.
  19. Friedrich Hund: Zur Deutung der Molekelspektren III. Zeitschrift für Physik, Band 43, 1927, S. 805–826. Hund verwendete für Moleküle meist die Bezeichnung Molekel.
  20. Jagdish Mehra, Helmut Rechenberg: The historical development of quantum theory, Band 6, Teil 1, S. 535.
  21. Mulliken Molecular Scientists and Molecular Science- some reminiscences, Journal of Chemical Physics, Bd. 43, 1965, S. 2–11.
  22. Friedrich Hund: Symmetrieeigenschaften der Kräfte in Atomkernen und Folgen für deren Zustände, insbesondere der Kerne bis zu sechzehn Teilchen, Zeitschrift für Physik, Bd. 105, 1937, S. 202. Siehe auch Pais Inward Bound, Oxford University Press 1986, S. 425.
  23. Friedrich Hund: Materie unter sehr hohen Drucken und Temperaturen, Ergebnisse der exakten Naturwissenschaften, Band 15, 1936, S. 189–228.
  24. Friedrich Hund, B. Mrowka: Über die Zustände der Elektronen in einem Kristallgitter, insbesondere beim Diamant. In: Physikalische Zeitschrift 1935; 30, S. 888–891.
  25. Heisenberg mit Hund Universität Leipzig, Ausstellung zum 100. Geburtstag von Werner Heisenberg (archivierte Webseite).
  26. Interview mit Michael Schaaf
  27. Ehrungen und Diplome Friedrich Hund
  28. Urkunde zur Mitgliedschaft in der Academia Scientiarum Germanica Berolinensis, Berlin, 25. März 1949.
  29. Urkunde zur Mitgliedschaft in der Academia Scientiarum Gottingensis, Göttingen, 3. Februar 1958.
  30. Urkunde zur Verleihung des Großen Verdienstkreuzes 1965, unterschrieben vom Bundespräsidenten Lübke.
  31. Urkunde zur Verleihung des Ehrendoktortitels der Universität Frankfurt 1966, unterschrieben von Herbert Staude.
  32. Die Goldmedaille der Cothenius-Medaille 1971 verliehen 1971 an Friedrich Hund
  33. Urkunde zur Verleihung der Cothenius-Medaille 1971.
  34. Urkunde zur Verleihung des Ehrendoktortitels der Universität Uppsala 1973.
  35. Abbildung der Goldmedaille des Otto-Hahn-Preises, der 1974 an Friedrich Hund verliehen wurde.
  36. Abbildung der Gauß-Weber-Medaille, die 1976 an Friedrich Hund verliehen wurde.
  37. Urkunde zur Verleihung des Ehrendoktortitels der Universität Köln 1983.
  38. Urkunde zur Verleihung der Gerlach Adolph von Münchhausen-Medaille 1987.
  39. Urkunde zur Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Jena.
  40. Vgl. Liste der Ehrenbürger von Jena.
  41. Campus Riedberg: Straßen nach Naturwissenschaftlern der Goethe-Universität benannt Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Pressemitteilung, 3. Juli 2020.
  42. Friedrich-Hund-Dissertationspreise Universität Jena
  43. Schriften Friedrich Hund