Frauenrain ist ehemalige Gemeinde in Oberbayern und heute Ortsteil der Gemeinde Antdorf im Landkreis Weilheim-Schongau.

Frauenrain
Gemeinde Antdorf
Koordinaten: 47° 44′ 26″ N, 11° 18′ 34″ O
Höhe: 655 m
Einwohner: 33 (1987)
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 82387
Vorwahl: 08856
Frauenrain von Südosten
Frauenrain von Südosten

GeographieBearbeiten

Der Weiler liegt versteckt in der Mulde eines Moränenrückens, etwa einen Kilometer südlich von Antdorf. Er besteht heute aus fünf Höfen und der Kirche Mariä Himmelfahrt.

GeschichteBearbeiten

 
Katholische Filialkirche Mariä Himmelfahrt

Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die Gemeinde Frauenrain, die zum Landgericht Weilheim gehörte. Zu dieser gehörten vor der Gebietsreform in Bayern folgende Ortsteile:[1]

Am 1. Januar 1978 wurde die Gemeinde Frauenrain im Zuge der Gebietsreform aufgelöst. Der Großteil des Gebiets mit 170 Einwohnern wurde nach Antdorf eingegliedert. Der Ortsteil Steinbach mit etwa 15 Einwohnern kam zu Iffeldorf.[4]

PolitikBearbeiten

Folgende Personen waren von 1833 bis zur Gemeindeauflösung 1978 Gemeindevorsteher bzw. Bürgermeister der Gemeinde Frauenrain:

Zeitraum Name[5]
1833–1835 Stückl, Johann
1836–1842 Weingand, Andreas
1843–1944 Walser, Ignaz
1845–1850 Jochner, Leonhard
1851–1853 Daisenberger, Anton
1854–1856 Risslberger, N.
1857–1860 Spensberger, Johann
1861–1869 Finsterwalder, Johann
1870–1875 Probst, Ignaz
1876–1881 Adlwart, Philipp
Januar – Juli 1882 Zwerger, Andreas
Juli 1882–1899 Adlwart, Ulrich
1900–1905 Heiss, Josef
1906 – Juni 1945 Annaberger, Anton
Juni – September 1945
kommissarisch
Bach, Johann
September 1945 – März 1962
bis Januar 1946 kommissarisch, dann regulär
Bauer, Josef
Mai 1962 – 1978 Sonner, Georg

SehenswürdigkeitenBearbeiten

BodendenkmälerBearbeiten

Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Antdorf

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Commons: Frauenrain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 255 (Digitalisat).
  2. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 354 (Digitalisat).
  3. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 373, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 595.
  5. Max Biller: Antdorfer Heimat-Lexikon. Hrsg.: Gemeinde Antdorf. Weilheim 2000, OCLC 163415926, S. 110 ff.