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Franzpeter Goebels

deutscher Pianist und Cembalist

Franzpeter Goebels (* 5. März 1920 in Mülheim an der Ruhr; † 28. September 1988 in Detmold) war ein deutscher Pianist, Cembalist und Hochschullehrer.

Franzpeter Goebels war Sohn eines im Pfarrdienst tätigen Organisten und Schüler von Karl Hermann Pillney und Raoul von Koczalski. Neben dem Klavierunterricht studierte er Musikwissenschaft, Romanistik und Philosophie. Bevor er zum Wehrdienst einberufen wurde und anschließend in Gefangenschaft kam, war er ab 1940 Solopianist beim Deutschlandsender.

Während des Krieges wurde Goebels als Lagerkommandant des Stalag VIII A in Görlitz eingesetzt, wo er es unter anderem dem französischen Kriegsgefangenen und Komponisten Olivier Messiaen ermöglichte sein Quartett für des Ende der Zeit zu komponieren und uraufzuführen.

Ab 1947 unterrichtete Goebels am Robert-Schumann-Konservatorium in Düsseldorf Klavier und war dort auch Leiter des Studios für Neue Musik. Im Jahr 1958 wurde er auf eine Professur für Klavier und Cembalo an die Nordwestdeutsche Musikakademie Detmold berufen. Dort lehrte er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1982 und leitete bis 1972 das Seminar für Musikerziehung und das Studio für Neue Musik.

Goebels erhielt im Jahr 1964 den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft. Er ist neben seiner pianistischen und pädagogischen Tätigkeit auch als Autor, Bearbeiter und als Herausgeber musikalischer Werke aufgetreten.

Franzpeter Goebels war seit 1951 verheiratet und hatte zwei Kinder, darunter den Pianisten Friedwart Goebels, der an der Fakultät für Musiktherapie der privaten SRH Hochschule Heidelberg lehrt.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Stadt Mülheim an der Ruhr (Hrsg.): Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft 1962-1974, S. 42–44.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vorstellung von Friedwart Goebels im Ensemble mel Bonis