Franz Viehböck (Physiker)

österreichischer Physiker

Franz Paul Viehböck (* 29. November 1923 in Schwallenbach; † 11. Dezember 2020[1]) war ein österreichischer Physiker und Hochschullehrer an der Technischen Universität Wien.

Leben und WirkenBearbeiten

Nach der Matura am Bundesgymnasium in Krems studierte Viehböck ab 1944 an der Universität Wien Physik im Hauptfach, im Nebenfach Mathematik und Chemie. Sein Studium beendete er 1949 und promovierte im selben Jahr zum Dr. phil. Diese Arbeit trug maßgeblich zur Weiterentwicklung von Sekundärionen-Massenspektrometern bei. Gemeinsam mit seinem Doktorvater Richard Herzog baute Viehböck 1949 erstmals einen Prototyp eines solchen „SIMS“.[2] Von 1950 bis 1958 arbeitete er in der freien Wirtschaft, unter anderem als Physiker bei einer Spezialfabrik für Hochvakuum- und Elektrotechnik. Ab 1958 arbeitete bei der Österreichischen Studiengesellschaft für Atomenergie und war Gastwissenschaftler bei Jacob Kistemaker in Amsterdam. Ab März 1961 war Viehböck am Reaktorzentrum Seibersdorf tätig, wo er ab 1965 Stellvertretender Leiter des dortigen Physikalischen Instituts war, ab 1968 dessen Leiter.

1967 habilitierte Viehböck sich an der Technischen Universität Wien und erhielt die Venia docendi für Angewandte Physik. Ab Oktober 1970 war er ordentlicher Professor am Institut für Experimentalphysik II der Technischen Hochschule Wien, das später in Institut für Allgemeine Physik der TU Wien umbenannt wurde. Später wurde er Leiter dieses Instituts. Dort lehrte und forschte er bis zu seiner Emeritierung im September 1987.

Viehböck war nach dem Tod seiner ersten Ehefrau in zweiter Ehe verheiratet. Aus seiner ersten Ehe gingen drei Söhne hervor. Einer davon ist Franz Viehböck, der erste Astronaut Österreichs.

Preise und AuszeichnungenBearbeiten

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

  • Über eine neue Ionenquelle. Universitätsverlag, Wien 1948 (Dissertation).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Em.o.Univ.Prof. Dr. Franz P. Viehböck. Institut für Angewandte Physik, Technische Universität Wien, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  2. Herzog, Viehböck Ion source for mass spectrometry, Physical Review, Band 76, 1949, 855L.

WeblinksBearbeiten