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Frank Hörnigk

deutscher Literaturwissenschaftler
Frank Hörnigk 1983

Frank Hörnigk (* 24. April 1944 in Frankfurt (Oder);[1]30. Januar 2016[2]) war ein deutscher Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer.

LebenBearbeiten

Hörnigk studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Germanistik und Kunstgeschichte. Im Jahr 1973 wurde er mit einer Untersuchung über den Zusammenhang von revolutionärer Praxis, revolutionär-demokratischer Ideologiebildung und ästhetischem Programm bei Georg Büchner promoviert; 1981 habilitierte er sich mit einer Dissertation B zum Thema Geschichte im Drama: Studien zum Problem von Geschichte und Geschichtsverständnis in der neueren DDR-Dramatik, zu Aspekten der Erberezeption sowie der Aneignung von Stücken der sozialistischen Weltliteratur durch das zeitgenössische Theater.

Ab 1984 war er an der Humboldt-Universität als Dozent tätig. 1988 wurde Hörnigk zum außerordentlichen, 1990 zum Ordentlichen Professor der Sektion Germanistik berufen. 1987 war er Gastprofessor an der Universität Paris VIII. 1993 erfolgte eine Neuberufung auf den Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literatur der Humboldt-Universität. 2008 wurde Hörnigk emeritiert. Er war Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, wissenschaftlicher Leiter der Arnold-Zweig-Gesamtausgabe und Herausgeber unter anderem der Heiner-Müller-Werkreihe.[3]

Hörnigk lebte mit seiner Frau, der Literaturwissenschaftlerin Therese Hörnigk (* 1942), in Berlin-Rahnsdorf. Er starb 2016 an den Folgen eines Herzinfarkts.

LiteraturBearbeiten

„… es ist die Zeit, wo die Erinnerung an die Stelle der Hoffnung tritt.“ Das geteilte Leben des Gerhard Scheumann, Verlag für Berlin und Brandenburg, Berlin 2017, ISBN 978-3-945256-96-1

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Frank Hörnigk. In: David W. Robinson: Under Construction: Nine East German Lives., McFarland, 2004, S. 58
  2. Redaktion neues deutschland: Müllers Gesamtwerk (neues deutschland). In: www.neues-deutschland.de. 1. Februar 2016, abgerufen am 1. Februar 2016.
  3. Kurzvita in: Heiner Müller. Die Menschheit braucht ein neues Wozu! (Programmheft der Akademie der Künste (Berlin)) Berlin 2009, S. 13.