Hauptmenü öffnen

Florentiner Lilie

Toskanische Darstellungsvariante einer Lilie
Florentiner Lilie (Lilie mit Staubfäden)

Florentiner Lilie ist in der Stilkunde gebräuchlich für eine aus der Toskana bekannt gewordene Darstellungvariante der Lilie als Symbol oder Ornament. Neben zahlreicher und vielfältiger Verwendung in der bildenden Kunst ist sie auch als heraldische Lilie von Bedeutung, und Wappenzeichen von Florenz seit dem Mittelalter.

DarstellungBearbeiten

Die Florentinische Lilie unterscheidet sich von der klassischen Lilie   durch die zwei Staubfäden (Blütenstände) und zeigt gebartete oder gekrauste Blütenblattspitzen. Es finden sich auch Darstellungen mit nicht ganz so ausgeprägten bis stark stilisierten Staubfäden. Italienisch wird sie Giglio bottonato genannt (bottone ‚Knospe‘: ‚geknospete Lilie‘), die Staubfäden selbst werden heraldisch auch mit Lilienenden dargestellt.

Darstellungvarianten für Florenz, aus Antonio Manno: Vocabolario Araldico Ufficiale. Rom 1907:

GeschichteBearbeiten

Die Florentiner Lilie zeigt sich schon seit 1252 am Fiorino (Florin), der Münze der Republik Venedig. Nachzuweisen als Wappen ist sie früh etwa an der Porta Campana (Torre d'Arnofo) aus dem Jahr 1300, in Castelfranco di Sopra, einer ehemaligen toskanischen Gemeinde in der Provinz Arezzo.

HeraldikBearbeiten

In der Heraldik ist sie eine gemeine Figur und unterliegt, wie die allgemein bekannte heraldische Lilie, den Regeln der Wappenkunst. Diese Lilie mit den Staubfäden wird auch ornamentierte Lilie[1] genannt.

Liste von Wappen mit der Florentiner LilieBearbeiten

Weitere Logos und ZeichenBearbeiten


LiteraturBearbeiten

  • Angela Miola, Comune di Firenze (Hrsg.): Il giglio di Firenze. Restyling e identificazione del marchio dell'Amministrazione comunale e dello stemma della città di Firenze. (Webdokument pdf)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Walter Leonhard: Das große Buch der Wappenkunst. Entwicklung, Elemente, Bildmotive, Gestaltung. 2., durchgesehene und erweiterte Auflage. Georg D. W. Callwey, München 1978, ISBN 3-7667-0345-5.