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Titelseiten von Fleischatlas-Ausgaben 2013–14

Der Fleischatlas (Volltitel: Fleischatlas – Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel) ist eine Heftreihe, die globale Zusammenhänge der industrialisierten Produktion von Fleisch und des Fleischkonsums darstellt. Der Fleischatlas erscheint in zahlreichen Sprachausgaben und Varianten.

Inhaltsverzeichnis

Deutsche AusgabenBearbeiten

 
Beispielgrafik aus dem Fleischatlas 2014: Geschlachtete Tiere in Deutschland (S. 21)

Die deutschen Ausgaben, die 2013, 2014, 2016 und 2018 erschienen, wurden von der Heinrich-Böll-Stiftung, dem BUND und der deutschen Ausgabe von Le Monde Diplomatique herausgegeben.[1][2][3][4] In jedem Heft mit 52 Seiten werden auf 19 bzw. 20 Doppelseiten mit Texten und Grafiken die politischen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Probleme, Folgen und Perspektiven der Massentierhaltung und des Fleischkonsums behandelt.

Zu den Themen gehören Produktion und Welthandel, Agrarsubventionen, nicht artgerechte Tierhaltung, rückläufige Artenvielfalt, Monopolbildung in der Tierzucht, Wasserverbrauch, Klimawirksamkeit, der Einsatz von Antibiotika und Hormonen, Zustände in den Schlachthöfen, die Benachteiligung von Frauen, die Nachfrage der neuen globalen Mittelschichten, das Ausmaß der Futtermittelproduktion und des Einsatzes von Glyphosat, die Umwandlung von Regenwald in Weiden, Laborfleisch, urbane und pastoralistische Tierhaltung sowie soziale Bewegungen, Reformen und Alternativen.

Zum Welternährungstag am 16. Oktober 2014 veröffentlichte die Heinrich-Böll-Stiftung einen Fleischatlas extra: Abfall und Verschwendung.[5]

Für die meisten Ausgaben lag die inhaltliche Leitung bei Christine Chemnitz, die Konzeption bei Dietmar Bartz und die Artdirektion bei Ellen Stockmar. Zu den Beitragenden gehören Manfred Kriener, Annette Jensen und Carlo Petrini. Die gedruckten Exemplare werden kostenlos abgegeben. Der Fleischatlas wird unter der Creative Commons-Lizenz CC-BY-SA veröffentlicht.[6]

Seit 2014 erscheint der Fleischatlas zweijährlich: 2016 zum Thema Deutschland regional, 2018 mit Schwerpunkt Rezepte für eine bessere Tierhaltung.

Internationale AusgabenBearbeiten

 
Titelseiten internationaler Fleischatlas-Ausgaben, 2014

2014 erschien als englische Ausgabe der Meat Atlas. Facts and figures about the animals we eat.[7] Danach erschienen auch Ausgaben auf Spanisch[8], Tschechisch[9], Türkisch[10] und Französisch[11] mit unterschiedlichen Herausgebern, mit um regionale Beiträge erweiterten Umfängen und mit Länderversionen innerhalb der Sprachausgaben. Die Ausgaben erschienen alle als PDF, manche auch gedruckt oder auf CD.

RezeptionBearbeiten

Der Fleischatlas des Jahres 2013 befand sich im Frühjahr 2015 in der 10. Auflage mit insgesamt mehr als 100.000 verbreiteten Exemplaren, der des Jahres 2014 in der fünften. Die Heinrich-Böll-Stiftung sieht ihn als „Erfolgsprodukt der Stiftung schlechthin“.[12]

Die Vorstellungen des Fleischatlas stießen auf starke Medienresonanz. U.a. berichteten die Tagesschau,[13] der Deutschlandfunk,[14] die Frankfurter Allgemeine Zeitung,[15] Die Zeit[16] und Spiegel online[17]. Zur internationalen Berichterstattung gehörten Berichte des Standard,[18] der BBC[19] und des Guardian.[20]

Ähnliche AtlantenBearbeiten

In gleicher Ausstattung erschien 2014 ein Europa-Atlas,[21] 2015 ein Bodenatlas[22] in deutscher und englischer Sprache sowie in einer Österreich-Ausgabe. 2015 war das Internationale Jahr der Böden.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fleischatlas 2013: Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel (PDF) Heinrich-Böll-Stiftung. Abgerufen am 22. Februar 2018.
  2. Fleischatlas 2014: Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel (PDF) Heinrich-Böll-Stiftung. Abgerufen am 22. Februar 2018.
  3. Fleischatlas 2016: Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel - Deutschland Regional (PDF) Heinrich-Böll-Stiftung. Abgerufen am 22. Februar 2018.
  4. Fleischatlas 2018: Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel - Rezepte für eine bessere Tierhaltung (PDF) Heinrich-Böll-Stiftung. S. 13. Abgerufen am 22. Februar 2018.
  5. Deutsche werfen gigantische Mengen an Fleisch weg. In: Die Welt, 16. Oktober 2014, abgerufen am 21. Oktober 2014.
  6. Fleischatlas 2014. S. 2, abgerufen am 21. Oktober 2014.
  7. Meat Atlas. Facts and figures about the animals we eat, aufgerufen am 21. Oktober 2014
  8. Atlas de la carne, aufgerufen am 21. Oktober 2014
  9. Atlas masa, aufgerufen am 21. Oktober 2014
  10. Et Atlası (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tr.boell.org, aufgerufen am 21. Oktober 2014
  11. Atlas de la Viande, aufgerufen am 4. November 2016
  12. Jahresbericht 2013 der Heinrich-Böll-Stiftung, S. 6, aufgerufen am 21. Oktober 2014
  13. Schlachtfabriken immer größer (Memento vom 11. Januar 2014 im Internet Archive), 9. Januar 2014, aufgerufen am 21. Oktober 2014
  14. Futtern und die globalen Folgen, 10. Januar 2013, aufgerufen am 21. Oktober 2014
  15. Trog, Teller und Sonntagsbraten, 9. Januar 2014, aufgerufen am 21. Oktober 2014
  16. Unser täglich Hormonfleisch, 9. Januar 2014, aufgerufen am 29. September 2017
  17. Fleischatlas: Was die Welt auf dem Teller hat, 10. Januar 2013, aufgerufen am 21. Oktober 2014
  18. Dumping-Schlachten und Hormone auf dem Teller: Neue Fleischkonsum-Prognose, 10. Januar 2014, aufgerufen am 21. Oktober 2014
  19. 'Meat Atlas' charts a changing world of meat eaters, 9. Januar 2014, aufgerufen am 21. Oktober 2014
  20. Meat Atlas shows Latin America has become a soybean empire, 9. Januar 2014, aufgerufen am 21. Oktober 2014
  21. Europa-Atlas. Daten und Fakten über den Kontinent. Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 2014, abgerufen am 21. Oktober 2014.
  22. Bodenatlas: Daten und Fakten über Acker, Land und Erde. Heinrich-Böll-Stiftung, 2015.