Fernpilot

Fahrzeugführer, der nicht an Bord des Luftfahrzeuges befindlich ist; natürliche Person, welche das Unbemannte Luftfahrzeug tatsächlich steuert

Fernpilot ist ein Fahrzeugführer, der ein unbemanntes Luftfahrzeug per Telemetrie steuert.[1]

Fernpiloten bei der Grenzüberwachung mit unbemannten Luftfahrzeugen, die mit Videokameras und Datenübertragung ausgestattet sind (U.S. Customs and Border Protection)

Die Aufgaben umfassen unter anderem die Verantwortung für den technischen Zustand des Fluggeräts einschließlich ausreichender technischer Energiequellen, die Kursüberwachung, die Luftraumbeobachtung, die Überwachung des Flugbetriebs per Sichtkontakt einschließlich der meteorologischen Bedingungen, die Minimierung von Luft- und Bodenrisiken und Good Airmanship[1] sowie der Rechtsnormen (beispielsweise Kollisionsverhütung, Maximalflughöhen und Minimierung von Risiken beim Überfliegen von Personen).

EU-Fernpiloten-KompetenznachweisBearbeiten

 
Fernpiloten-Kompetenznachweis für die Kategorien A 1 und A2 (Deutschland)

Seit 2019 ist ein Kompetenznachweis, umgangssprachlich EU-Drohnenführerschein, in EU-Ländern zum Steuern von Multicoptern erforderlich (ausgenommen Fahrzeuge, die unter die EU-Spielzeugverordnung fallen). Es gibt zahlreiche Klassen, je nach Fahrzeugtyp (Gewicht) und Einsatzgebiet.[2]

In Deutschland wird der Nachweis vom Luftfahrt-Bundesamt nach erfolgreicher Beantwortung von Testfragen sowie ggfs. durch Nachweisung von Selbsttrainings online erteilt. In Österreich erfolgt dies durch Austro Control.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Onlinekurs Open UAV, Kapitel Luftrecht und Sicherheit, Unterkapitel Lufträume und Beschränkungen. Luftfahrt-Bundesamt, Referat B 5, abgerufen am 10. Juni 2021.
  2. Delegierte Verordnung (EU) 2019/945, Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2019/947 vom 24. Mai 2019 über die Vorschriften und Verfahren für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge (Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 152/45) i. V. m. der DVO (EU) 2020/746 und DVO (EU) 2020/639.