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Fernmeldeturm Wuppertal-Küllenhahn

Turm in Wuppertal
Fernmeldeturm Wuppertal-Küllenhahn
Fernmeldeturm Küllenhahn.jpg
Basisdaten
Ort: Küllenhahn (Wuppertal)
Land: Nordrhein-Westfalen
Staat: Deutschland
Höhenlage: 330 m ü. NN
Verwendung: Fernmeldeturm, Rundfunksender
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Deutsche Funkturm
Turmdaten
Bauzeit: 1956
Bauherr: Deutsche Bundespost
Baustoffe: Beton, Stahlbeton
Betriebszeit: seit 1956
Gesamthöhe: 98,5 m
Daten der Sendeanlage
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetypen: Mobilfunk, Richtfunk, Amateurfunkdienst
Positionskarte
Fernmeldeturm Wuppertal-Küllenhahn (Nordrhein-Westfalen)
Fernmeldeturm Wuppertal-Küllenhahn
Fernmeldeturm Wuppertal-Küllenhahn
Koordinaten: 51° 13′ 53,8″ N, 7° 8′ 34,6″ O

Der Fernmeldeturm Wuppertal-Küllenhahn (auch als Fernmeldeturm Rigi-Kulm bekannt) ist einer der ältesten Fernmeldetürme aus Stahlbeton in Deutschland. Der Turm steht auf den Südhöhen Wuppertals im Ortsteil Küllenhahn auf 330 Meter über Normalnull. Betrieben wird er von der Deutsche Funkturm GmbH.

Inhaltsverzeichnis

Das BauwerkBearbeiten

 
Gesehen vom Nützenberg aus

Der Fernmeldeturm Wuppertal-Küllenhahn ist ein 1956[1] von der Deutschen Bundespost errichteter elfgeschossiger Stahlbetonturm (Typenturm) mit einer Gesamthöhe von 98,5 Metern. Die unterste seiner vier Antennenplattformen ist in einer Höhe von 41 Meter, die oberste in einer Höhe von 67 Metern. Er ersetzte einen 35 Meter hohen provisorischen Gittermastturm an gleicher Stelle.

Erste Probebohrungen zur Untersuchung des Untergrunds erfolgten im Januar 1956, Baubeginn war der April 1956. Er wurde primär für die FREDA-Richtfunkgeräte (Frequenzmodulierte Dezimeterwellen-Anlage) der Fernseh-Übertragungsstrecke Hamburg–Köln der beiden Rundfunkanstalten NDR und WDR (bis 1955/56 NWDR) gebaut. Daneben erweiterte er das Fernsprech-Richtfunknetz um 60 weitere Sprechkreise und war Station im Autotelefon-A-Netz des öffentlichen beweglichen Landfunkdienstes (öbL) der Bundespost.[1]

Der Fernmeldeturm Wuppertal-Küllenhahn dient zur Verbreitung von Fernsehprogrammen (bis zur Umstellung auf DVB-T wurde ZDF auf Kanal 22 mit 100 kW ERP und das WDR-Fernsehen auf Kanal 42 mit 85 kW ERP ausgestrahlt), dem Richtfunk, dem Mobilfunk (D1-Station CIs F23C/F23D/F23F (hex) bzw. 62012/62013/62015 (dez)) und als Amateurfunkrelais (FM-Amateurfunkrelais DB0CA im 70-cm-). Die Hauptstrahlrichtung ist nach Süden und erreicht dabei ganz Wuppertal mit seiner anspruchsvollen Topografie in Tallage.

Bis Ende des 20. Jahrhunderts stand neben dem Turm noch ein abgespannter Stahlfachwerkmast.

Rigi-KulmBearbeiten

Der Name Rigi-Kulm geht auf ein ehemals beliebtes Ausflugslokal zurück, das seit 1910 in Familienbesitz war. Das Ausflugslokal entstand dort, wo man eine gute Aussicht auf das Tal der Wupper hatte.[2] Die Namensgebung ging auf den Gründer des Familienunternehmens zurück, Wilhelm Gietenbruch. Dieser schickte seine Tochter Helene 1913 in die Schweiz an den Vierwaldstättersee, wo sie lernen sollte, wie man ein Hotel führt. Von ihrem Aufenthalt brachte die junge Frau auch den künftigen Namen des Lokals mit: Rigi-Kulm, einem Aussichtsberg, der für sein Panorama bekannt ist.[3] Am 29. September 2013 wurde das Restaurant geschlossen und das Gebäude 2015 abgerissen.

Frequenzen und ProgrammeBearbeiten

Analoger Hörfunk (UKW)Bearbeiten

Frequenz
(MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
91,0 Deutschlandfunk __DLF___ D210 0,25 D (160°–230°, 300°–350°) H

Digitales FernsehenBearbeiten

DVB-T2Bearbeiten

Mit dem Start der ersten Ausbaustufe von DVB-T2 HD am 31. Mai 2016 wurde von diesem Senderstandort zusätzlich zum alten DVB-T-Standard auf Kanal 43 ein erstes Programmangebot (Das Erste HD, Pro Sieben HD, Sat 1 HD, RTL HD, Vox HD und das ZDF HD) nach dem neuen Standard ausgestrahlt. [4][5]

Seit dem Start des Regelbetriebes von DVB-T2 HD am 29. März 2017 wird über den Sender ein vielfältiges digitales Programmangebot über die Kanäle 29, 35, 40, 43, 46 und 48 ausgestrahlt.[6]

DVB-TBearbeiten

Bis zur Umstellung auf DVB-T2 HD am 29. März 2017 wurden folgende Programme nach dem alten DVB-T-Standard gesendet:

Kanal Frequenz 
(MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
(MBit/s)
Gleichwellen-
netz
(SFN)
E22 482 ARD regional (WDR) 20 ND H 16-QAM 2/3 1/8 14,75  ?
E35 586 ZDFmobil 20 ND H 16-QAM 2/3 1/4 13,27  ?
E48 690 ARD Digital (WDR) 20 ND H 16-QAM 2/3 1/4 13,27  ?

Analoges FernsehenBearbeiten

Bis zur Umstellung auf DVB-T wurden folgende Programme in analogem PAL gesendet:

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
22 479,25 ZDF 100 D H
42 639,25 WDR Fernsehen (Wuppertal) 85 D H

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Fernmeldeturm Wuppertal-Küllenhahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten