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Fahinehan
Der Suco Fahinehan liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Fatuberlio.
Daten
Fläche 46,89 km²[1]
Einwohnerzahl 1.328 (2015)[1]
Chefe de Suco Gonçalo Natalino da Costa
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Ainessi 441
Daramata 281
Daurata 401
Riamori 205
Daramata (Osttimor)
Daramata
Daramata
Koordinaten: 8° 57′ S, 125° 44′ O

Fahinehan (ehemals Talinehar) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Fatuberlio (Gemeinde Manufahi). „Fahinehan“ bedeutet auf Lakalei[2] und Tetum[3] „Schweinezahn“.

GeographieBearbeiten

Fahinehan
Orte Position[4] Höhe
Ainessi 8° 55′ S, 125° 46′ O 908 m
Daramata 8° 57′ S, 125° 44′ O 611 m
Daurata 8° 56′ S, 125° 46′ O 908 m
Kakai 9° 0′ S, 125° 44′ O 339 m
Orilo 8° 56′ S, 125° 45′ O 867 m
Patukilat 8° 54′ S, 125° 46′ O 1089 m
Riamori 8° 55′ S, 125° 45′ O 944 m

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Fahinehan eine Fläche von 48,50 km².[5] Nun sind es 46,89 km².[1] Der Suco liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Fatuberlio. Nordöstlich befinden sich die Sucos Bubussuso und Caicassa. Im Südosten grenzt Fahinhan an das Verwaltungsamt Alas mit seinen Sucos Aituha und Taitudac, im Westen an das Verwaltungsamt Same mit seinem Suco Tutuluro und im Norden an das Verwaltungsamt Turiscai mit seinen Sucos Mindelo und Orana. Entlang der Westgrenze fließt der Sui, ein Nebenfluss des Caraulun.[6]

Durch den Süden des Sucos Fahinehan führt eine Überlandstraße, die die Gemeindehauptstadt Same mit dem Hauptort des Verwaltungsamts Welaluhu. An ihr liegt das Dorf Kakai. Der restliche Suco ist nur schlecht mit der Außenwelt verbunden. So mussten für die Parlamentswahlen in Osttimor 2007 die Wahlurnen zum Wahllokal mit einem Hubschrauber hingebracht und wieder abgeholt werden. Im Zentrum von Fahinhan befindet sich der Ort Daramata (Daramatan) und im Nordwesten die Dörfer Orilo, Daurata, Riamori, Ainessi (Ainesi) und Patukilat. Grundschulen gibt es in Orilo und in Daramata. Im Norden gibt es außerdem eine medizinische Station und einen provisorischen Hubschrauberlandeplatz.[7][8]

Im Suco befinden sich die vier Aldeias Ainessi, Daramata, Daurata und Riamori.[9]

EinwohnerBearbeiten

Im Suco leben 1.328 Einwohner (2015), davon sind 709 Männer und 619 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 28,3 Einwohner/km². Im Suco gibt es 223 Haushalte.[1] Über 95 % der Einwohner geben Lakalei als ihre Muttersprache an. Fast 3 % sprechen Tetum Prasa und eine kleine Minderheit Tetum Terik.[10]

GeschichteBearbeiten

Fatuberlio war 1976 ein Rückzugsgebiet der FALINTIL, die gegen die indonesischen Invasoren kämpfte. Die Einwohner der Sucos Fahinehan, Caicassa und Bubussuso ergaben sich den Invasoren 1978, nachdem die Widerstandsbasis (base de apoio) Centro Sul zerstört worden war. Zunächst wurden sie in der Küstenregion Manufahis versammelt, dann in Fahinehan unter der Kontrolle des indonesischen Airborne Infantry Battalion 100. Viele der Zivilisten durch den Mangel an Nahrungsmitteln und Medikamenten. In der Umgebung durften die Internierten nur in Begleitung von Soldaten nach Nahrung suchen. Dabei durften sie sich nicht mehr als ein Kilometer vom Lager entfernen. Zwei Männer wurden erschossen, weil sie die Grenze überschritten hatten. Auch im Ort Turiscai wurden Einwohner der drei Sucos interniert.[11]

1981 wurden die Einwohner von Fahinehan und der Bubussuso von den indonesischen Besatzern nach Oeto (Suco Dotik, Verwaltungsamt Alas) zwangsumgesiedelt, weil sie in Verdacht standen, die FALINTIL weiter mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Die Felder wurden von den indonesischen Soldaten niedergebrannt, damit sie nicht der Widerstandsbewegung nutzen konnten. Für die Zwangsumgesiedelten wurde der neue Ort Weberec gegründet. Da die Menschen aus dem Norden von Fatuberlio als Bergbewohner nur ihre fruchtbaren Felder gewohnt waren, hatten sie Schwierigkeiten im heißen, sumpfigen Flachland, was zu vielen Todesfällen führte. Bis 1983 erfolgte die Rücksiedlung in die angestammten Gebiete.[11]

PolitikBearbeiten

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde José Agusto Amaral zum Chefe de Suco gewählt.[12] Bei den Wahlen 2009 gewann Gonçalo Natalino da Costa.[13]

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Geoffrey Hull: The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7, (Memento des Originals vom 14. Februar 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.anps.org.au abgerufen am 28. September 2014.
  3. Lonely Planet East timor Phrasebook
  4. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  5. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento des Originals vom 5. Januar 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dne.mof.gov.tl (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  6. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  7. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  8. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento des Originals vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/unmit.unmissions.org (PDF-Datei; 511 kB)
  9. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  10. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Fahinehan (tetum; PDF-Datei; 8,01 MB)
  11. a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (Memento des Originals vom 28. November 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cavr-timorleste.org (PDF-Datei; 1,22 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  13. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM