Faggen

Gemeinde in Österreich

Faggen ist eine Gemeinde mit 385 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022) im Bezirk Landeck, im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde ist Teil des Gerichtsbezirks Landeck.

Faggen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Faggen
Faggen (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck
Kfz-Kennzeichen: LA
Fläche: 3,63 km²
Koordinaten: 47° 5′ N, 10° 40′ OKoordinaten: 47° 4′ 50″ N, 10° 40′ 20″ O
Höhe: 900 m ü. A.
Einwohner: 385 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 106 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6525
Vorwahl: 05472
Gemeindekennziffer: 7 06 01
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Faggen 70
6525 Faggen
Website: www.faggen.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Förg (Gemeinschaftsliste Faggen)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(11 Mitglieder)

11 Gemeinschaftsliste Faggen

Lage von Faggen im Bezirk Landeck
FaggenFendelsFissFließFlirschGaltürGrinsIschglKapplKaunerbergKaunertalKaunsLadisLandeckNaudersPettneu am ArlbergPfundsPiansPrutzRied im OberinntalSt. Anton am ArlbergSchönwiesSeeSerfausSpissStanz bei LandeckStrengenTobadillTösensZamsTirolLage der Gemeinde Faggen im Bezirk Landeck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Die Kapelle Maria-Hilf im Ortszentrum von Faggen
Die Kapelle Maria-Hilf im Ortszentrum von Faggen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Die Gemeinde gehört zum Naturpark Kaunergrat.

GeografieBearbeiten

Faggen ist die flächenmäßig kleinste Gemeinde des Oberen Gerichts, dem oberen Abschnitt des Oberinntals, und liegt großteils auf dem Schwemmkegel des vom Kaunertal her fließenden Faggenbachs. Der romanische Ortsname bedeutet „Ort im Gebiet des Überschreitens eines in Arme geteilten Wassers“. Das Gemeindegebiet umfasst auch vereinzelte Weiler nördlich des Dorfkerns.

Die Weiler lauten auf: Außergufer, Untergufer, Obergufer, Innergufer, Oberfaggen, Unterfaggen, Prutz.

Nachbargemeinden sind:

Fließ
  Kaunerberg
Prutz Kauns

GeschichteBearbeiten

Die Ersterwähnung erfolgte 1288 als Travakke. Der Name geht womöglich auf keltisch *trebakka zurück.[1]

Faggen war ursprünglich Teil des Gerichtsbezirks Ried in Tirol und wurde nach dessen Auflösung 1978 Teil des Gerichtsbezirk Landeck.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Faggen ist eine sehr strukturschwache Gemeinde. Sie ist landwirtschaftlich geprägt, verfügt über keine Nahversorgung und bietet nur 26 Arbeitsplätze, wovon mehr als die Hälfte auf den Dienstleistungssektor entfallen (Stand 2011).[2] Von den 166 Arbeitnehmern, die in diesem Jahr hier wohnten, pendelten fast neunzig Prozent aus.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Bei den Gemeinderatswahlen 2010, 2016 und 2022 trat nur eine Partei an:

Partei 2010[4] 2016[5] 2022[6]
% Mandate % Mandate % Mandate
Gemeinschaftsliste Faggen 100 100 11 100 11

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister von Faggen ist Andreas Förg.[7][6]

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde der Gemeinde im Jahr 1986 verliehen. Es symbolisiert die früher aufgefächerte Mündung der Fagge in den Inn.[8]

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Anton Sturm (1690–1757), Bildhauer des Barock und Rokoko
  • Hubert Heiss (* 1955), österreichischer Botschafter in Frankreich

WeblinksBearbeiten

Commons: Faggen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Diether Schürr: Etymologische Bemühungen um Fritzens (= Beiträge zur Namenforschung. Band 46). 2014, S. 193–219.
  2. Ein Blick auf die Gemeinde Faggen, Erwerbstätige am Arbeitsort. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Januar 2021.
  3. Ein Blick auf die Gemeinde Faggen, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Januar 2021.
  4. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 16. Januar 2021.
  5. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 16. Januar 2021.
  6. a b Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2022 | Gemeinde Faggen. Land Tirol, abgerufen am 23. August 2022.
  7. Faggen, Bürgermeister. Abgerufen am 16. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).
  8. Chronik. Abgerufen am 16. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).