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Fürstenhagen (Uslar)

Ortsteil der Stadt Uslar

Fürstenhagen ist eine Exklave und südlichster Ortsteil der Stadt Uslar im niedersächsischen Landkreis Northeim in Deutschland.

Fürstenhagen
Stadt Uslar
Wappen von Fürstenhagen
Koordinaten: 51° 34′ 26″ N, 9° 38′ 42″ O
Höhe: 240–400 m ü. NHN
Einwohner: 345 (31. Dez. 2015)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 37170
Vorwahl: 05574
Fürstenhagen (Niedersachsen)
Fürstenhagen

Lage von Fürstenhagen in Niedersachsen

Mit seinen 345 Einwohnern[1] ist Fürstenhagen einer der kleineren Ortsteile der Stadt Uslar.

LageBearbeiten

Das Dorf Fürstenhagen liegt in Südniedersachsen ca. 2,5 km nördlich des unbewohnten Bramwalds (naturräumliche Einheit Nr. 3705) in den südlichen Ausläufern des Sollings (naturräumliche Einheiten Nr. 3700 und Nr. 3701).[2] Die Entfernung zur Kernstadt von Uslar beträgt 9 km, nach Kassel (im Süden) 32 km, nach Göttingen im Osten 20 km und zur nördlich gelegenen Landeshauptstadt Hannover 88 km (alle Angaben Luftlinie).

Fürstenhagen befindet sich zwischen den Tälern der Weser im Westen und der Schwülme im Osten auf 240 bis 400 m ü. NHN. Es liegt im Tal des Hessenbachs (ein Schwülme-Zufluss), der südwestlich von Fürstenhagen entspringt, die Ortschaft in nordöstlicher Richtung durchfließt und von der Quelle bis zum Übergang nach Hessen Sahlbach genannt wird.[3][4] Fürstenhagen ist von Feldern und Wiesen umsäumt, die wiederum von waldreichen Höhenzügen umgeben sind.

Der Ortsteil Fürstenhagen ist eine Exklave von Uslar, weil er mit der Gemeinde nicht unmittelbar verbunden ist, sondern überwiegend von Teilen des nordhessischen Landkreises Kassel sowie von solchen des niedersächsischen Landkreises Göttingen umgeben ist. Die einzige nach Fürstenhagen führende Kreisstraße verläuft durch Heisebeck, einen südöstlichen Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Oberweser, nach Süd-Südwesten und endet hiesig als Sackgasse.

Fürstenhagen hat das KFZ-Kennzeichen NOM (Landkreis Northeim), die Postleitzahl 37170 und die Vorwahl 05574.

GeschichteBearbeiten

Fürstenhagen wurde erstmals im Jahr 1480 urkundlich erwähnt, wurde aber bereits Ende des 12. Jahrhunderts als Rodungssiedlung gegründet, woraus der Namenszusatz -hagen resultiert. Zwischen etwa 1350 und nach 1400 lag es wüst.

Seit der Gebietsreform vom 1. März 1974 ist die ehemals selbständige Gemeinde ein Ortsteil der neu gegründeten Großgemeinde Stadt Uslar.[5]

InfrastrukturBearbeiten

Tourismus und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Fürstenhagen ist touristisch bisher kaum erschlossen. Das Dorf verfügt über einige sehenswerte Fachwerkhäuser. Unterkünfte gibt es in einem Gasthaus sowie in einer Ferienwohnung.

KircheBearbeiten

 
Westansicht der Kirche in Fürstenhagen

Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche in Fürstenhagen besteht im Kern aus einem Wehrturm aus Sandstein-Bruchstein, der in das 13. Jahrhundert datiert wird und somit aus der Zeit vor dem Wüstfallen des Ortes stammt. Die Wehrkirche deckte eine nahezu quadratische Grundfläche von 8,30 mal 8,50 m ab und hat heute noch eine Höhe von etwa 7 m. Im Jahr 1563 wurde die Kapellengemeinde Fürstenhagen zur Kirchengemeinde erhoben und die Kirche im Osten um einen Fachwerkanbau erweitert. Nach dem Dreißigjährigen Krieg musste die Kirche saniert werden und erhielt dabei ihre heutige Gestalt mit hohem Dachreiter über dem Westteil des alten Wehrturms. 1967 erfolgte eine Umgestaltung des Innenraums.[6]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Einwohnerdaten Uslar inklusive Ortsteile, veröffentlicht von der Stadt Uslar (Stand: 31. Dezember 2015, abgerufen am 29. Mai 2016)
  2. J. Hövermann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 99 Göttingen. Bad Godesberg, 1963. Weblink: http://geographie.giersbeck.de/karten/099-I.jpg@1@2Vorlage:Toter Link/geographie.giersbeck.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Abgerufen am 1. April 2011.
  3. Das große Aufräumen: In Fürstenhagen beginnt die Beseitigung der Hochwasserschäden. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 14. März 2011. Abgerufen am 7. April 2011.
  4. Mike Seeger: "Land unter" in Fürstenhagen (Memento des Originals vom 22. Februar 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fuerstenhagen.net, 13. November 2010. Abgerufen am 7. April 2011.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 214.
  6. Christian Kämmerer, Peter Ferdinand Lufen: Landkreis Northeim, Teil 1. Südlicher Teil mit den Städten Hardegsen, Moringen, Northeim und Uslar, den Flecken Bodenfelde und Nörten-Hardenberg, der Gemeinde Katlenburg-Lindau und dem Gemeindefreien Gebiet Solling. Hrsg.: Christiane Segers-Glocke. CW Niemeyer, Hameln 2002, ISBN 3-8271-8261-1, S. 343 (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen, Band 7.1).