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Fähigkeit (Psychologie)

angeborener oder durch äußere Umstände bestimmter Zustand; geistige, praktische Anlage, die zu etwas befähigt

Fähigkeiten (engl.: ability, aptitude, capability) sind „die Gesamtheit der zur Ausführung einer bestimmte Leistung erforderlichen personalen Bedingungen“. Sie sind nach Winfried Hacker „in der Lebensgeschichte entstandene, komplexe Eigenschaften, die als verfestigte Systeme verallgemeinerter psychologischer Prozesse den Tätigkeitsvollzug steuern“.[1]

In der Psychologischen Diagnostik ist die Erfassung von Fähigkeiten ein zentraler Gegenstand, weil aus unterschiedlichen Niveaus auch unterschiedlicher zukünftiger Erfolg (Ausbildung, Beruf) vorhergesagt werden kann. Sie entsprechen den Persönlichkeitseigenschaften als überdauernde zeitstabile Dispositionen des Leistungsbereichs und können hinsichtlich der Qualität (Zielerreichung) beurteilt werden.[2]

Unterschieden werden bereichsspezifisch vor allem kognitive Fähigkeiten oder soziale Fähigkeiten. Auch die Sensomotorik kann unter dem Gesichtspunkt der koordinativen Fähigkeiten betrachtet werden.

Ein Zusammenhang besteht zur Intelligenz und ihrer Messung, indem auch dort die kognitive Leistungsfähigkeit und ihre unterschiedlichen Ausprägungen thematisiert werden.

In diesem Zusammenhang oft mitgenannte Fertigkeiten („Fähigkeiten und Fertigkeiten“) werden als Leistung bei einer bestimmten Aufgabe gefasst, die sich auf dem Hintergrund aufgabenübergreifender, personenspezifischer Fähigkeiten durch Übung herausbildet.[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hartmut O. Häcker: Fähigkeit, Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 20. Februar 2018.
  2. Psychologische Diagnostik. Grundlagen und Anwendungsfelder. H.-W. Krohne, M. Hock (2015). Kohlhammer Verlag Kap. 2.2
  3. Herbert Heuer: Fertigkeit, Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 20. Februar 2018.