Europium(III)-borat

chemische Verbindung

Europium(III)-borat (Eu[BO3]) ist ein Salz aus Europium und dem Borat-Anion. Neben dem Europium(III)-borat existiert ebenfalls das Europium(II)-borat (Eu3[BO3]2).[4][5]

Kristallstruktur
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Europium(III)-borat
Andere Namen

Europium(III)-oxoborat Europium(III)-oxidoborat

Verhältnisformel Eu[BO3]
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 14060-31-2
Wikidata Q90889144
Eigenschaften
Molare Masse 210,77 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

6,13 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

1540±20 °C[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[3]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Gewinnung und DarstellungBearbeiten

Europium(III)-borat kann über die Reaktion von Borsäure mit Europiumsesquioxid bei 600–700 °C gewonnen werden.[2]

 

EigenschaftenBearbeiten

Europium(III)-borat kristallisiert isotyp zu Vaterit hexagonal in der Raumgruppe P63/mmc (Raumgruppen-Nr. 194)Vorlage:Raumgruppe/194 mit a = 384,2 pm und c = 893,7 pm und zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle.[1] Es existiert ebenfalls eine metastabile Phase das γ-Eu[BO3], das bei 10 kbar und 1000 °C hergestellt werden kann.[6] Die metastabile Phase kristallisiert triklin mit a = 621,9(1), b = 646,8(1), c = 646,6(1), α = 93,10°, β = 107,92° und γ = 107,79° mit vier Formeleinheiten pro Elementarzelle.[6] Europium(III)-borat beginnt bei 1540±20 °C zu schmelzen.[1] Eu[BO3] zeigt einen Van-Vleck-Paramagnetismus.[7]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c R. E. Newnham, M. J. Redman, R. P. Santoro: Crystal structure of yttrium and other rare-earth borates. In: Journal of the American Ceramic Society. Band 46, 1963, S. 253–256, doi:10.1111/j.1151-2916.1963.tb11721.x.
  2. a b E. M. Levin, R. S. Roth, J. B. Martin: Polymorphism of ABO3 Type Rare Earth Borates. In: Am. Mineral. Band 46, 1961, S. 1030–1055 (minsocam.org [PDF]).
  3. Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. O. Reckeweg, Ch. Funk, F. J. DiSalvo, Th. Schleid: New Insights into Eu3[BO3]2. In: Z. Anorg. Allg. Chem. Band 642, 2016, S. 1051, doi:10.1002/zaac.201690018.
  5. Ch. Funk: Strukturelle, magnetische und spektroskopische Charakterisierung von di-, tri- und gemischtvalenten Europium-Oxoverbindungen. Hrsg.: Dr. Hut Verlag. München 2019, ISBN 978-3-8439-4212-6.
  6. a b H. J. Meyer: Trikline Orthoborate der Seltenen Erden. In: Naturwissenschaften. Band 59, Nr. 5, 1972, S. 215, doi:10.1007/BF00595510.
  7. Yusuke Takikawa, Shuji Ebisu, Shoichi Nagata: Van Vleck paramagnetism of the trivalent Eu ions. In: Journal of Physics and Chemistry of Solids. Band 71, 2010, S. 1592–1598, doi:10.1016/j.jpcs.2010.08.006.