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Europäische Sicherheits- und Verteidigungsunion

Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungsunion (ESVU) ist ein Konzept Deutschlands, Frankreichs, Luxemburgs und Belgiens vom 29. April 2003[1] zur Weiterentwicklung der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, das erstmals 2002 von Dominique de Villepin und Joschka Fischer vorgeschlagen wurde[2] und am 11. Dezember 2017 beschlossen wurde.[3] Die Sicherheits- und Verteidigungsunion wird oft gleichgesetzt mit der „Ständigen Strukturierte Zusammenarbeit“ der EU (engl.: Permanent Structured Cooperation - Pesco).[4]

Inhaltsverzeichnis

InhaltBearbeiten

  • die Mitgliedstaaten sollen die Verpflichtung eingehen, einander bei jeder Art von Gefahr Hilfe und Beistand zu leisten
  • sie sollten systematisch ihre Standpunkte angleichen (in Fragen der Verteidigungspolitik)
  • ihre Bemühen im Verteidigungsbereich koordinieren
  • ihre militärischen Fähigkeiten ausbauen

Deutschland und die ESVUBearbeiten

Das Ziel, eine Europäische Sicherheits- und Verteidigungsunion zu schaffen, wurde 2003 in den Verteidigungspolitischen Richtlinien des Bundesministeriums der Verteidigung festgeschrieben.[5] In der laufenden Diskussion um die Verbesserung der europäischen Sicherheitsstrukturen und die mögliche Schaffung gemeinsamer europäischer Streitkräfte beziehen sich sowohl Vertreter der SPD, als auch der CDU, auf das Konzept der ESVU.[6][7]

Projekte der ESVUBearbeiten

Es wurden zunächst 17 Projekte beschlossen:[8]

  • Aufbau eines mobilen Krankenhauses
  • Aufbau der Logistik für die Verlagerung von Truppen und Material
  • Aufbau eines Trainingszentrum für Militärausbilder
  • Aufbau der Infrastruktur für schnelle Einsätze (u.a. Straßen, Brücken und Gleisverbindungen, die im Fall des Falles für den Transport schwerer Güter nutzbar sind)

WeblinksBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten