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Eugenie Erdösy

ungarische Theaterschauspielerin und Sängerin

LebenBearbeiten

Erdösy begann unter der Direktion Franz Steiners am Theater an der Wien ihre Laufbahn als Operettensängerin. Man erkannte sofort, dass man es mit einem höchst graziösen liebenswürdigen Talente zu tun habe.

Später trat sie in den Verband des Friedrich Wilhelmstädtischen Theaters und wurde dann Mitglied des Wallner-Theaters in Berlin. Auch dort entzückte sie durch ihre liebreizende Erscheinung, ihre einschmeichelnde, wohlgebildete Stimme und die Liebenswürdigkeit ihres Vortrages.

Sie erstieg rasch den Höhepunkt der Beliebtheit und errang sich infolge glanzvoller Gastspiele und für damalige Verhältnisse hoher Gagen, vermehrt durch den Besitz ererbten Geldes, ein nennenswertes Vermögen.

Verleumdungen aller Art verbitterten ihr das Dasein und als sie überdies in schnödester Weise verraten wurde, gab sie sich am 9. September 1886 selbst, um infame Verleumdung Lügen zu strafen und die Reinheit ihrer Ehre darzutun, den Tod. Es wurde noch versucht sie zu retten, doch sie starb in der Charité.[1]

Grund für ihren Freitod war, dass ihr Verlobter ihre Jungfräulichkeit anzweifelte. Sie verlangte testamentarisch eine Obduktion, bei der ihre Jungfräulichkeit festgestellt werden sollte, was auch geschah.[2]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Deutscher Bühnen-Almanach 1887, S. 227
  2. Eva Rieger: Frau und Musik: Berichte, Tagebuchaufzeichnungen und Briefe von Musikschaffenden Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts, Furore Verlag, Kassel, 256 S., 1990, ISBN 978-3927327009, S. 30
  Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Ludwig Eisenbergs Großem biographischen Lexikon der deutschen Bühne im 19. Jahrhundert, Ausgabe von 1903.
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