Hauptmenü öffnen

Erwin Wolf (* 7. Dezember 1919 in Plauen; † 30. September 1994 in Münster) war ein deutscher Trompeter und Hochschullehrer.[1]

LebenBearbeiten

Erwin Wolf wurde 1919 in Plauen im Vogtland zu Beginn der Weimarer Republik geboren und wuchs in die Zeit des Nationalsozialismus hinein.[1]

Nach dem Zweiten Weltkrieg und noch in der Sowjetischen Besatzungszone wurde Wolf zum 1. August 1946 Kammervirtuose der Sächsischen Staatskapelle Dresden[2] Ebenfalls in Dresden wurde ihm am 25. Juli 1949 sein Sohn geboren, der spätere Trompeter Dieter Wolf.[1] In der bald darauf gegründeten Deutschen Demokratischen Republik wirkte Wolf sowohl als Solo-Trompeter der Sächsischen Staatskapelle Dresden wie auch als Lehrbeauftragter an der Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber.[3] 1957 verließ Erwin Wolf mit seiner Familie die DDR jedoch aus politischen Gründen und erhielt in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover ein Engagement am Staatstheater Hannover[1] zum 1. August des Jahres in der Nachfolge von Walter Holy.[2] Oftmals trat Wolf auch als Solo-Trompeter der NDR Radiophilharmonie in Hannover auf.[3]

Später lehrte Erwin Wolf als Professor das Spiel der Trompete an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover[1] und wurde erst bei seinem Eintritt in den Ruhestand zum 1. September 1981 von Siegfried Göthel abgelöst.[4]

Unterdessen hatte Wolf im Jahr 1961 gemeinsam mit Heinz Hennig und Barbara Koerppen das Hannoveraner Jugendsinfonieorchester gegründet.[5]

Schüler (Auswahl)Bearbeiten

Schüler von Erwin Wolf waren:

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g h Frank Keim: Stichwort Wolf, Erwin. In ders.: Das große Buch der Trompete. Instrument, Geschichte, Trompeterlexikon, Band 1, Schott Music, Mainz / London / Berlin / Madrid / New York City / Paris / Prag / Tokyo / Toronto 2005, ISBN 978-3-7957-0530-5 und ISBN 3-7957-0530-4; passim, vor allem S. 481 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b Heinrich Sievers: Die Musik in Hannover. Die musikalischen Strömungen in Niedersachsen vom Mittelalter bis zur Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung der Musikgeschichte der Landeshauptstadt Hannover. Sponholtz Verlag, Hannover 1961, S. 165 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. a b Vergleiche Das Orchester, Band 54, Ausgaben 7–12. Deutsche Orchestervereinigung, 2006, S. 200 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Musik und Bildung. Zeitschrift für Theorie und Praxis der Musikerziehung, Band 14. B. Schott’s Söhne, 1982, S. 122 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Waldemar R. Röhrbein: 1961. In: Hannover Chronik. S. 251 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).