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Erik Åkerberg

Erik Carl Emanuel Åkerberg (* 19. Januar 1860 in Stockholm; † 20. Januar 1938 ebenda) war ein schwedischer Komponist.

1880–83 studierte er an der Königlich Schwedischen Musikakademie, 1887 reiste er für ein Jahr nach Paris und war Schüler von César Franck. Danach ließ er sich als Dirigent und Komponist in Stockholm nieder. Er war u. a. Kantor der deutschen Kirchengemeinde von Stockholm und Dirigent der Allgemeinen Gesangs-Vereinigung. Von 1894 bis 1923 arbeitete er als Lehrer am Högre Latinläroverket å Norrmalm, gleichzeitig war er von 1891 bis 1926 Chorleiter, u. a. des von ihm gegründeten Bellman-Chors.

Der Ausgangspunkt von Åkerbergs kompositorischem Schaffen war die schwedische Volksmusik. Dies zeigt sich in seinen Volksliedbearbeitungen für gemischten Chor und in seinen Balladen. Stilistisch orientierte er sich an der französischen Spätromantik. Sein Werk umfasst Orchester- und Kammermusik (vier Streichquartette, zwei Klavier- und ein Streichquintett, ein Klaviertrio), die zu Åkerbergs Lebzeiten nicht aufgeführten Opern Turandot (1906) und Pinntorpafrun (1915) sowie zahlreiche Chorwerke.

LiteraturBearbeiten

  • Wilibald Gurlitt, Carl Dahlhaus (Hrsg.): Riemann Musik-Lexikon. In drei Bänden und zwei Ergänzungsbänden. Åkerberg, Erik Carl Emanuel. 12. völlig neubearbeitete Auflage. 1. Personenteil A–K. B. Schotts-Söhne, Mainz 1959, S. 16 (Erstausgabe: 1882).

WeblinksBearbeiten