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Erfasst, verfolgt, vernichtet: Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Erfasst, verfolgt, vernichtet: Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus ist der Name einer Wanderausstellung. Sie wurde 2014 im Deutschen Bundestag unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet. Angestoßen wurde sie 2010 von Frank Schneider, früherer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Das Projekt leiten Frank Schneider (DGPPN) in Zusammenarbeit mit Uwe Neumärker, Ulrich Baumann (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas), Andreas Nachama und Britta Scherer (Stiftung Topographie des Terrors). Ausstellungskuratorin ist Petra Lutz.

Inhaltsverzeichnis

InhalteBearbeiten

Mindestens 250.000 psychisch Kranke und Behinderte wurden im sogenannten Euthanasieprogramm ermordet. Über die „Aktion T4“ hinaus wurden bis zu 10.000 Kinder in über 30 „Kinderfachabteilungen“ ermordet.[1] Psychiater waren maßgeblich an der Zwangssterilisierung von bis zu 400.000 vor allem psychisch kranker und geistig behinderter Menschen beteiligt. Jüdische und politisch missliebige Psychiater wurden verfolgt und aus Deutschland vertrieben.[2] Viele in den Nationalsozialismus verstrickte Psychiater setzten ihre Karriere nach 1945 nahtlos fort.[3] In der Ausstellung werden unter anderem exemplarische Biografien von Tätern und Opfern vorgestellt.

AusstellungsorteBearbeiten

unter anderem:

LiteraturBearbeiten

  • Frank Schneider, Petra Lutz (Hrsg.): erfasst, verfolgt, vernichtet. registered, persecuted, annihilated. Springer Medizin, Berlin 2014, ISBN 978-3-642-54027-1. (Ausstellungskatalog in deutscher und englischer Sprache)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten