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Empfershausen ist Ortsteil der Gemeinde Körle im nordhessischen hessischen.

Empfershausen
Gemeinde Körle
Koordinaten: 51° 11′ 3″ N, 9° 32′ 26″ O
Höhe: 190 m ü. NN
Fläche: 7,06 km²
Einwohner: 300 ca.
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 34327
Vorwahl: 05661
Blick auf Unter-Empfershausen mit Mülmischtalbrücke

Im Dorf, das sich in Ober- und Unter-Empfershausen unterteilt, wohnen knapp 300 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Empfershausen liegt am Südwestrand der Söhre etwa 2,5 km ostnordöstlich des Körler Kernorts. Es wird vom Fulda-Zufluss Mülmisch durchflossen und befindet sich an der Landesstraße 3228 zwischen Röhrenfurth und Eiterhagen. Östlich der Ortschaft liegt im Wald der Grüne See, und südwestlich überqueren die Züge der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg die Mülmischtalbrücke.

GeschichteBearbeiten

 
Blick auf Unter-Empfershausen im Winter 2010

Empfershausen wird 1303 als "Engelbrechteshusen" erstmals erwähnt. Ab 1484 wird der Ort unter "Einffershausen" geführt. 1575 stehen 9 Häuser im Dorf. Das Dorf gehört zum Unteramt Körle, das wiederum zum Amt Melsungen gehört. Der Dreißigjährige Krieg hinterlässt seine Spuren im Dorf, so dass 1639 kaum Felder bestellt sind und nur 8 Häuser bewohnt sind. 1743 stehen im Ort 10 Bauernhöfe und 7 Wohnhäuser. Es werden 91 Einwohner gezählt. Drei Jahre später wird im Unterdorf ein Friedhof angelegt. Die heutige Kirche wurde im Jahr 1772 erbaut.

1874 wird Empfershausen dem neu eingerichteten Standesamtsbezirk Körle zugewiesen. 1887 wurden erstmals steinerne Brücken über die durch beide Dorfteile fließende Mülmisch errichtet. 1899 wird das neue Schulhaus gebaut.

1921 wird Empfershausen an das Stromnetz angeschlossen. Bis 1926 bleibt es Eigentum der Gemeinde; dann wird es dem regionalen Stromversorger übertragen. 1924 wird eine Drahtseilbahn für Materialtransporte vom Steinbruch bis zum Werk Körle gebaut. 1926 wird Empfershausen an den ÖPNV durch die Bahnbuslinie KasselDörnhagen–Körle–Eiterhagen angebunden; die Buslinie wird 1964 wieder eingestellt. 1929 erfolgt der Anschluss an die Wasserversorgung.

1966 wird das Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht und 1967 die Schule in Empfershausen geschlossen.

Die bis dahin selbstständige Gemeinde Empfershausen wurde am 1. Februar 1971 im Rahmen der Gebietsreform in Hessen als Ortsteil der Gemeinde Körle eingegliedert.[1][2]

Im Jahr 2000 wurde das Dorfgemeinschaftshaus nach umfangreicher Renovierung wiedereröffnet. Im selben Jahr wird nach mehrjähriger Bauzeit der gesamte Ortsteil Empfershausen an die Körler Kläranlage angeschlossen, womit die Zeit von Grundstücksklärgruben vorbei ist.

2003 wird eine Erweiterung des Feuerwehrhauses fertiggestellt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der Hessische Minister des Inneren: Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Punkt 328, Abs. 44 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 404.