Emil Heyse

deutscher Schauspieler bei Bühne und Film

Emil Heyse (* 1875 oder 1876[1]; † 1. Mai 1949 in Gmunden[2]) war ein deutscher Schauspieler bei Bühne und Film.

Leben und WirkenBearbeiten

Über Heyses Leben und Werdegang ist nur sehr wenig bekannt. Er war ein Neffe des bekannten Schriftstellers Paul Heyse.[2] Vermutlich erhielt er noch vor der Jahrhundertwende seine Schauspielausbildung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war er an deutschen Provinzbühnen verpflichtet, darunter das Düsseldorfer Schauspielhaus unter der Leitung von Louise Dumont und die Städtischen Bühnen von Leipzig unter der Intendanz von Max Martersteig. Zu den Stücken, in denen Heyse in jener Zeit auftrat, zählen Frank Wedekinds Frühlings Erwachen, Henrik Ibsens Ein Volksfeind sowie Oscar Wildes Bunbury und Ein idealer Gatte.[3]

In Berlin angekommen, begann Heyse mit Entstehung der Weimarer Republik auch zu filmen. Die folgenden zehn Jahre, bis zum Ende der Stummfilmzeit, war Emil Heyse mit einer Fülle von Nebenrollen – zumeist staatliche Würdenträger, Adelige und andere Respektspersonen – in Unterhaltungsproduktionen zu sehen. So spielte er einen Polizeichef in der Schauergeschichte Die Tophar-Mumie, den Graf Walewska in dem Historienstreifen Gräfin Walewska, den königlichen Leibarzt Dr. Hufeland in Königin Luise, den Marquis d'Argens in einem weiteren Monarchenproträt, Der alte Fritz. Er verkörperte aber auch einen Zirkusclown in dem Kriminaldrama Zirkus des Lebens und einen alten Knecht in der Heimatroman-Verfilmung Der Sohn der Hagar. 1924/25 hielt sich Heyse zu Theater- und Filmengagements in Wien auf. Mit dem frühen Tonfilm Der Andere, wo er einen Polizeikommissar verkörperte, endete Emil Heyses Filmtätigkeit. Spätere Theaterverpflichtungen sind nicht nachzuweisen.

FilmografieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Heyse war im Mai 1914 38 Jahre alt
  2. a b ANNO, Linzer Volksblatt, 1949-05-14, Seite 11. Abgerufen am 17. Juni 2020.
  3. Rollenauswahl in Düsseldorf