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Elsa Töbelmann (* 1953 in Bassum) ist eine deutsche Bildhauerin, die seit 1998 überwiegend Arbeiten für den Außenbereich, geschmiedet aus Edelstahl, gestaltet. Zusammen mit ihrem Partner Henning Greve lebt und arbeitet sie in Schnepke bei Syke (Landkreis Diepholz, Niedersachsen).

Inhaltsverzeichnis

BiographieBearbeiten

Töbelmann ist in Weyhe-Kirchweyhe aufgewachsen. Von 1974 bis 1978 absolvierte sie eine Schmiedelehre in der Kunstschmiede Kerstan in Pattensen bei Hannover. Seit 1979 arbeitet sie zusammen mit Greve selbstständig – zunächst in der Bildhauerwerkstatt von Peter Greve in Bissendorf–Wietze und seit 1981 in einer gemeinsamen eigenen Werkstatt in Wagenfeld. Seit 1990 haben sie eine eigene Werkstatt in Syke-Schnepke.

AusstellungenBearbeiten

Arbeiten im öffentlichen Raum (Auswahl)Bearbeiten

Das Metall ist Ausdrucksmittel der künstlerischen Arbeiten von Töbelmann und Greve, wobei das Schmieden deren Charakter bestimmt:

Die gebogenen Stangen ihrer Windspiele mit den beweglichen, geschmiedeten Edelstahlformen ihrer Windobjekte sehen aus wie kalligraphische Zeichen. Manche erinnern auch an Tierformen. Der Wind versetzt die Objekte auf den Stangen in drehende, tanzende und schaukelnde Bewegungen und verleiht ihnen Leichtigkeit und Unberechenbarkeit.

In starkem Kontrast dazu stehen die aus Stahl statisch gestalteten Mahnmale und Gedenkstätten für die Opfer des NationalsozialismusJuden, Zwangsarbeiter und Kinder aus NS-Kinderheimen. In ihrer Unverrückbarkeit und statischen Präsenz haben diese Skulpturen mahnenden Charakter. Sie erschweren Vergessen, Verdrängen und Wegschauen.

  • "Füllhorn" am Rathaus Weyhe in Weyhe-Leeste (1998; Ankauf 2000)
  • Gedenktafel für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Syke (Rathausplatz der Stadt Syke; 9. November 1999)
  • "Entfaltung", eine Figur mit Innenleben (5. Dezember 1999; Gemeinde Martfeld, Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen)
  • "Säule des Wachstums", ein Bewegungsobjekt auf zwei Ebenen (Juni 2002; Stadt Verden, im Südabschnitt der Fußgängerzone)
  • "Ausschwärmende Wünsche", eine Bewegungsskulptur (Dezember 2002; Twistringen-Heiligenloh)
  • Figur ohne Titel – ein Windobjekt (April 2003; Rathausplatz Coulaines in Frankreich)
  • Aufrechte Figur (August 2003; Bruchhausen-Vilsen, Ortsteil Heiligenberg)
  • „Wasserboje“ (April 2004; Amtmannsteich am Vorwerk in Syke)
  • Gedenkstätte für die Opfer aus dem "Polenkinderheim" Barrien (19. März 2005; Friedhof Syke-Barrien). Es handelt sich um aus Edelstahl geschmiedete Kompositionen aus 23 einzelnen Tafeln – eine Tafel für jeden Säugling und jedes Kind (Kinder von Zwangsarbeiterinnen), das 1944 und 1945 im Heim durch das unmenschliche Regime des Nationalsozialismus ums Leben kam.
  • Gedenkstätte für Zwangsarbeiter (8. Mai 2006; Friedhof Weyhe-Kirchweyhe). Das aus Edelstahl geschmiedete Mahnmal wurde zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus errichtet.
  • Vielarmige Bewegungsskulptur (Juli 2006; auf dem Gelände des Kreismuseums in Syke)
  • Beteiligung an der Eröffnung des "Europa Gartens" im Hachepark Syke (9. Dezember 2006). Es handelt sich um ein Gesamtkunstwerk mit Symbolen zum Thema Europa mit offenem Entwicklungsende auf einer Fläche von 1,4 ha. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Syke und den Künstlern Andreas Frömberg, Henning Greve, Elsa Töbelmann und Fritz Vehring.

WeblinksBearbeiten