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Der Eduardsee (Edwardsee), der auch Rutanzigesee genannt wird, liegt in Ost-Afrika größtenteils in der Demokratischen Republik Kongo, der Nordostteil liegt in Uganda.

Eduardsee
Wfm lake edward lake george.jpg
Landsat-Aufnahme; Eduardsee (links) und Georgesee (rechts)
Geographische Lage Demokratische Republik Kongo, Uganda (Ostafrika)
Zuflüsse Rutshuru, Rwindi, Nyamugasani, Ishasha
Abfluss Semliki
Daten
Koordinaten 0° 21′ S, 29° 35′ OKoordinaten: 0° 21′ S, 29° 35′ O
Eduardsee (Demokratische Republik Kongo)
Eduardsee
Höhe über Meeresspiegel 912 m
Fläche 2.325 km²dep1
Länge 77 km
Breite 40 km
Volumen 39 km³dep1
Maximale Tiefe 112 m
Mittlere Tiefe 17 m

Östlich der großen Zentralafrikanischen Schwelle und westlich des Uganda-Hochlands liegt der See, der Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs ist, direkt südlich des Ruwenzori-Gebirges. Während der Eduardsee von vielen kleinen Bächen und Flüssen gespeist wird (dazu gehören der Rutshuru und Rwindi), ist sein einziger Abfluss der Semliki, der den See am Nordwestufer verlässt, um weiter nördlich in den Albertsee zu münden. Im Osten ist er durch den Fluss Kazinga mit dem Georgsee verbunden. Er hat eine maximale Länge von 65 km und eine maximale Breite von 38 km.

Henry Morton Stanley entdeckte den fischreichen See 1876 neu für Großbritannien, besuchte ihn 1889 und nannte ihn nach Albert Edward, dem damaligen Prince of Wales (später König Edward VII.).

Als Idi Amin in Uganda regierte, nannte man den See in diesem Land Idi-Amin-See oder Idi-Amin-Dada-See.

Die Verwaltung übernimmt im Kongo der Virunga-Nationalpark und in Uganda der Queen-Elizabeth-Nationalpark.

FaunaBearbeiten

Der Eduardsee teilt seine Fauna weitgehend mit dem Georgsee. Beide Seen werden von 35 bis 40 Buntbarscharten bewohnt, von denen alle bis auf fünf endemisch sind, d. h., sie kommen nur hier vor. Neben den Buntbarschen kommen 27 weitere Fischarten vor. Von diesen sind nur zwei endemisch. Alle nichtendemischen Fische kommen auch im Nil und seinen Nebenflüssen vor. Unter den wirbellosen Tieren wurden zwei endemische Weichtierarten und zwei endemische Weichtierunterarten entdeckt. Die nichtendemische Weichtierfauna kommt auch im Semliki, im Weißen Nil, im Victoriasee, im Albertsee und im Turkana-See vor.[1] Der Fischfang im Eduardsee zielt vor allem auf Tilapiaarten, auf Stachelwelse (Bagrus), Raubwelse (Clarias) und den Äthiopischen Lungenfisch (Protopterus aethiopicus)[2].

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Petru Banaescu: Zoogeography of Fresh Waters. Seite 1138–1139, AULA, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89104-480-1
  2. FAO Information on Fisheries Management in the Democratic Republic of the Congo

WeblinksBearbeiten