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Schematische Darstellung des Drallklappenfunktionsprinzips

Eine Drallklappe, auch Swirlflap oder Einlasskanalabschaltung ist ein technisches Bauteil von ventilgesteuerten Viertakt-Verbrennungsmotoren mit mindestens zwei Einlassventilen, das in dessen Luftansaugtrakt eingebaut wird, um eine gesteuerte Drehbewegung der in den Brennraum einströmenden Frischgas- oder Luftladung zu erreichen.

Bei einem Vierventilzylinderkopf wird beispielsweise ein Einlasskanal als „Füllungskanal“, der andere als „Drallkanal“ ausgelegt, wobei der Füllungskanal im Teillastbetrieb durch eine Drallklappe ganz oder teilweise geschlossen werden kann. Durch das Schließen der Drallklappe verteilt sich die Gasmenge in beiden Ansaugkanälen asymmetrisch, durch die Formgebung des nun stärker durchströmten Drallkanales entsteht eine stärkere Verwirbelung, die die Vermischung von Luft und Kraftstoff im niedrigen Drehzahlbereich verbessert. Ist die Drallklappe geöffnet, wird ein höherer Füllgrad des Brennraums mit Luft erreicht, dies geschieht bei hohen Motordrehzahlen.[1] Drallklappen wirken sich positiv auf Emissionen und Kraftstoffverbrauch von Motoren aus.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Konrad Reif: Dieselmotor-Management im Überblick. Springer Vieweg, 2014, ISBN 978-3-658-06555-3, S. 50.