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Dominik Wichmann

deutscher Journalist, Buchautor und Chefredakteur
Dominik Wichmann (2014)

Dominik Wichmann (* 6. September 1971 in München) ist ein deutscher Journalist und Buchautor.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Dominik Wichmann besuchte die Berliner Journalisten-Schule und studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Amerikanische Kulturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Erfurt sowie der Harvard University.

Von Juni 2000 bis April 2011 war Wichmann Chefredakteur des SZ-Magazins. 2006 wurde Wichmann bei Dietmar Herz an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt mit der Arbeit Glaubensbekenntnis Bundesrepublik: Nationsbildungsprozesse in den Jahren 1982 bis 1989 zum Dr. rer. pol. promoviert.

Zum 1. Juli 2011 wurde Wichmann stellvertretender Chefredakteur beim Stern.[1] Im Januar 2013 rückte er gleichberechtigt neben den bisherigen Chefs Thomas Osterkorn und Andreas Petzold in die Position des Co-Chefredakteurs auf. Von Mai 2013 bis Oktober 2014 war er alleiniger Chefredakteur.[2]

Von September 2015 bis Februar 2017 war Wichmann bei der internationalen Konferenz- und Innovationsplattform Digital Life Design (DLD) als Chefredakteur und zusätzlicher Geschäftsführer neben DLD-Gründerin Steffi Czerny tätig.[3][4]

Anschließend gründete Wichmann gemeinsam mit Robin Houcken, Peter Greve und Rüdiger Barth die Looping Group. Tätigkeitsbereich des an mehreren Standorten in Deutschland tätigen Unternehmens ist Content Marketing. Zudem berät er als Advising Publisher die Startup-Konferenz „Bits & Pretzels“.

Dominik Wichmann unterrichtet an der Hamburger Henri-Nannen-Schule, der Deutschen Journalistenschule in München sowie an der MAZ in Luzern[5] und ist Gastprofessor an der Ecole cantonale d’art de Lausanne (ECAL). Er war Jurymitglied des CNN Journalist Award, des LeadAwards sowie 2010 und 2011 des Arthur-F.-Burns-Preises des Auswärtigen Amtes.[6] Er war Mitglied des Art Directors Club.[7]

Das Buch „Zwischen zwei Leben“, das er mit dem an Leukämie erkrankten Politiker und ehemaligen Außenminister Guido Westerwelle schrieb, stand mehr als zehn Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste[8] und wurde von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung als „wohl bestes Politikerbuch der vergangenen Jahre“ bezeichnet[9].

Im Oktober 2018 veröffentlichte Tina Turner ihre zweite Autobiografie „My Love Story - Tina Turner - Die Autobiografie“, die Wichmann zusammen mit ihr und der US-Autorin Deborah Davis verfasste. Das Buch wurde in über 20 Sprachen übersetzt und schaffte es bis in die Bestseller-Liste der New York Times[10].

AuszeichnungenBearbeiten

1995 erhielt Wichmann das Arthur-F.-Burns-Fellowship. 1996 wurde er mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet. Im gleichen Jahr nahm Wichmann den Arthur-F.-Burns-Preis des Auswärtigen Amtes sowie den Friedrich-Vogel-Förderpreis für Wirtschaftsjournalisten entgegen.[6] 2006 wurde er in der Kategorie Magazinjournalismus als Journalist des Jahres mit dem Goldenen Prometheus geehrt. In den Jahren 2011 und 2013 erhielt Dominik Wichmann vom Medium Magazin die Auszeichnung als einer der Chefredakteure des Jahres[11].

WerkeBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kirst, Nina: Nach 10 Jahren beim „SZ Magazin“: Wichmann wird Vize-Chef beim „stern“. In: kressreport. 23. September 2010, abgerufen am 23. September 2010 (deutsch).
  2. In eigener Sache: Dominik Wichmann wird stern-Chefredakteur, stern.de vom 14. Januar 2013
  3. Neuer DLD-Chefredakteur: Ex-stern-Chef Dominik Wichmann wechselt zu Burda. meedia.de, 17. Juni 2015, abgerufen am 15. Oktober 2015.
  4. Dominik Wichmann verstärkt das DLD-Team als Chefredakteur und Geschäftsführer an der Seite von Steffi Czerny. (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hubert-burda-media.de hubert-burda-media.de, 17. Juni 2015, abgerufen am 15. Oktober 2015.
  5. Dozierende. Website der MAZ, abgerufen am 22. Oktober 2015.
  6. a b IJP: Arthur F. Burns Preis. In: www.ijp.org. Abgerufen am 30. August 2016.
  7. Vgl. die ADC-Mitgliederliste mit: Dominik Wichmann – Die Lebensstationen. In: Hamburger Abendblatt, 24. August 2012. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  8. Spiegel-Bestseller-Liste
  9. Jörg Thomann, FAZ
  10. The Best Books of Fall 2018. Abgerufen am 6. Dezember 2018 (englisch).
  11. Die Wahl der Journalisten des Jahres 2013

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dominik Wichmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien