Docosatetraensäure

chemische Verbindung

Docosatetraensäure ist eine langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäure in der Gruppe der Omega-6-Fettsäuren. Sie zählt zu den Polyensäuren und sie ist eine Isolensäure weil ihre vier cis-Doppelbindungen jeweils durch eine Methylengruppe getrennt sind. Ein Isomer ist die trans-Fettsäure (4Z,7Z,10Z,13E)-Docosatetraensäure.

Strukturformel
Docosatetraensäure
Docosatetraensäure
Allgemeines
Name Docosatetraensäure
Andere Namen
  • (7Z,10Z,13Z,16Z)-7,10,13,16-Docosatetraensäure
  • Adrensäure
  • DTA
Summenformel C22H36O2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 28874-58-0
PubChem 5497181
ChemSpider 4593749
Wikidata Q4351606
Eigenschaften
Molare Masse 332,52 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Sie kommt verestert als Triacylglycerid in Algen, Schwämmen und in Innereien von Wiederkäuern, in Fleisch, Fisch, Eiern und Fischölen in geringen Mengen vor. Sie kommt aber auch in wenigen Pflanzenarten vor.[2] Die Fettsäure tritt im menschlichen Organismus – chemisch gebunden – in den Zellmembranen der Roten Blutkörperchen und vor allem im menschlichen Gehirn auf, wo sie durch Verlängerung der Kohlenstoff-Kette um zwei -CH2-Gruppen aus Arachidonsäure aufgebaut wird. Insgesamt machen diese beiden Fettsäuren zusammen 90 % der ω-6-Fettsäuren des Hirngewebes aus.[3][4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Z,Z,Z,Z-7,10,13,16-Docosatetraenoic acid bei PlantFA Database, abgerufen am 27. Oktober 2017.
  3. Franz J. Schneider: Gehirn, Gesundheit, Gymnásion. Cuvillier, 2008, ISBN 978-3-86727-702-0, S. 135.
  4. Se-Kwon Kim, Katarzyna Chojnacka: Marine Algae Extracts. Vol. 1, Wiley, 2015, ISBN 978-3-527-33708-8, S. 234. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)