Die ungekrönte Königin

Film von Frank Lloyd (1929)

Die ungekrönte Königin ist ein US-amerikanischer Historienfilm aus dem Jahr 1929. Das Drehbuch basiert auf dem Roman The Divine Lady: A Romance of Nelson and Emma Hamilton von E. Barrington.

Film
Deutscher TitelDie ungekrönte Königin
OriginaltitelThe Divine Lady
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1929
Länge 99 Minuten
Stab
Regie Frank Lloyd
Drehbuch Forrest Halsey
Agnes Christine Johnston
Produktion Frank Lloyd
Walter Morosco
Musik Cecil Copping
Kamera John F. Seitz
Schnitt Hugh Bennett
Besetzung

HandlungBearbeiten

England im Jahr 1782. Emma Hart ist die schöne Tochter einer Köchin, der für den Schauspieler George Romney arbeitet. Mit Charles Greville ist sie befreundet. Doch später heiratet sie Charles’ Onkel, Lord William Hamilton, den britischen Botschafter am Hof des Königreichs Neapel. Trotz des Altersunterschiedes und der unterschiedlichen gesellschaftlichen Herkunft ist das Paar glücklich. Emma wird sogar zu einer Vertrauten der Königin von Neapel.

Jahre später lernt Emma den englischen Kapitän Horatio Nelson kennen. England befindet sich mit Frankreich im Krieg. Nelson, Kommandant eines englischen Kriegsschiffes, kann durch Emma in Neapel wichtige Vorräte und Wasser bunkern. Die beiden verlieben sich ineinander. Nelsons Siege über die französische Flotte und Emmas Einfluss am Hof von Neapel werden in London aufmerksam beobachtet. Schließlich wird das Liebespaar nach London beordert, wo sie die Menge begeistert begrüßt.

Doch die höhere Gesellschaft weist Emma zurück. Auch ihr Ehemann weicht ihr aus. Als man Emma die Einladung zu einer königlichen Feier zu Ehren des Kapitäns verweigert, verlässt Nelson seine Frau Fanny und zieht sich mit Emma auf seinen Landsitz zurück. Für eine Zeit sind beide dort glücklich, doch Nelson wird schon bald wieder mit einem Flotteneinsatz betraut. Wieder erringt er Siege über die französische Flotte. Bei der Schlacht von Trafalgar wird er tödlich verletzt. Er stirbt umringt von seiner Mannschaft, seine letzten Gedanken gelten Emma.

KritikBearbeiten

Mordaunt Hall von der New York Times schreibt, Frank Lloyd habe die Mannschaft, das Geld und die Schiffe. Aber einige seiner Szenen seien zu abrupt, andere Szenen würden durch die unvermeidbare Musik ruiniert.[1]

AuszeichnungenBearbeiten

Bei der zweiten Oscarverleihung 1930 wurde Frank Lloyd mit dem Oscar für die beste Regie geehrt. Nominierungen gab es für Corinne Griffith als beste Hauptdarstellerin und John F. Seitz für die beste Kamera.

HintergrundBearbeiten

Die Uraufführung fand am 31. März 1929 statt. Die Dreharbeiten fanden auf Santa Catalina Island vor Kalifornien statt. In kleinen Nebenrollen sind Andy Devine, Joan Bennett, Joel McCrea und der spätere Regisseur Robert Parrish zu sehen.

Die Titelmusik Lady Divine wurde von Nathaniel Shilkret (Musik) und Richard Kauntz (Text) komponiert. Der Ton des Films wurde von Vitaphone-Platten synchron zum Film abgespielt, enthielt aber keine Dialoge.

Vivien Leigh als Emma und Laurence Olivier als Nelson waren die Stars in dem 1941 gedrehten Remake Lord Nelsons letzte Liebe (That Hamilton Woman) von Alexander Korda, der ebenso oscarprämiert wurde.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kritik der New York Times (engl.)